Dax startet schwächer - Freundliche Übersee-Vorgaben verpuffen

11.12.2015 - 10:05 Uhr: Trotz freundlicher Vorgaben aus den USA und Asien startet der Dax zunächst hinter roten Vorzeichen in den Wochenausklang.

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Quelle: Bloomberg

Weiterhin arbeitet der deutsche Aktienmarkt die hinter den Erwartungen gebliebenen geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank ab. Dazu haben im Wochenverlauf vor allem der stark anziehende Euro sowie gen Süden taumelnde Rohstoffpreise für Unruhe gesorgt.

Die Nervosität dürfte auch in der kommenden Woche anhalten. Bereits jetzt wirft der zweite monetäre Top-Event Im Dezember seinen Schatten voraus. So steht am Mittwoch der mit Spannung erwartete Zinsentscheid der US-Notenbank zur weiteren geldpolitischen Marschroute der Vereinigten Staaten auf der Agenda. Bis dahin dürfte auch weiterhin enorme Unsicherheit und damit einhergehende Volatilität das Kursgeschehen prägen. 

Die avisierte Zinswende wird jedoch kaum eine Zäsur in puncto expansiver Geldpolitik bedeuten. Eine mögliche Leitzinserhöhung seitens der Fed dürfte sehr  moderat ausfallen. Hier geht es vielmehr um die Glaubwürdigkeit der US-Notenbank, als darum tatsächlich die Zinskonditionen auch in weiteren Erhöhungszyklen nachhaltig gen Norden zu treiben. Zu oft hatte Fed-Chefin Janet Yellen in der Vergangenheit eine Zinserhöhung angedeutet, ohne dass schlussendlich etwas Konkretes passiert wäre.   

Mehr als eine, nennen wir sie symbolische Leitzinserhöhung wäre zudem riskant, da es für die US-Notenbank, neben den Auswirkungen auf die heimische Konjunktur, auch die globalen Konsequenzen zu berücksichtigen gilt. Ein zu starker Greenback würde die bereits angeschlagenen Schwellenländer, deren Volkswirtschaften maßgeblich auf Rohstoff-Exporten basieren und zudem stark im Dollar verschuldet sind, vollends in den Abgrund treiben – mit erheblichen Folgen auf die China-bedingt immer noch labile Weltkonjunktur.

Zur Stunde notiert der Dax bei 10.535 Punkten 0,6 Prozent leichter. Der Euro legt derzeit 0,2 Prozent auf 1,0966 US-Dollar zu. Gold verleirt dagegen 0,3 Prozent auf momentan 1.069 US-Dollar je Feinunze.

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