Dax konsolidiert - US-Konjunkturdaten und starker Euro belasten

30.04.2015 - 10:58 Uhr: Der deutsche Leitindex bleibt weiter unter Druck. Nach dem gestrigen Kursrutsch von rund 3 Prozent verliert der Dax zunächst auch im frühen Handel an Boden.

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Quelle: Bloomberg

Zur Wochenmitte waren es vor allem schwache Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten (BIP Q1) sowie die daraus resultierende Euro-Stärke, die den deutschen Aktienmarkt auf Talfahrt schickten. Einhergehend mit den milliardenschweren Anleihekäufen der EZB war die schwache Einheitswährung Europas zuletzt einer der maßgeblichen Kurstreiber gerade für die exportorientierte Wirtschaft Deutschlands.

Angesichts der imposanten Aufwärtsbewegung des deutschen Aktienindex allein seit Anfang des Jahres scheint nun eine Phase der Konsolidierung angebrochen zu sein. Eine Atempause tut auch Not. Zur Erinnerung: Anfang Januar markierte der deutsche Leitindex noch ein Tief von 9.380 Punkten. Diese Woche wiederum wies der Dax Notierungen oberhalb von 12.000 Zählern aus. Die Marktlage konnte man getrost als überkauft bezeichnen. Auch wenn die jüngsten Kursverluste die Nervosität unter den Marktakteuren forcieren dürfte, handelt es sich bis dato noch um eine völlig normale Konsolidierung innerhalb eines intakten Aufwärtstrends. Vom zinsbedingten Anlagenotstand – Draghi & Co. lassen grüßen -  werden insbesondere dividendenstarke Qualitätstitel auf lange Sicht profitieren können.

Zur Stunde sondiert der Dax wieder festes Terrain und notiert bei 11.462 Punkten 0,2 Prozent fester. Die ersten Investoren wittern vor dem Hintergrund besagten Rücksetzers bereits wieder attraktive Einstiegsniveaus. Angesichts einer auf der Wartebank verbleibenden US-Leitzinserhöhung kann der Euro weiterhin zulegen und präsentiert bei aktuell 1,1211 US-Dollar ein Plus von 0,9 Prozent. Gold etabliert sich oberhalb von 1.200 US-Dollar, verbilligt sich momentan aber 0,3 Prozent je Feinunze.

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