DAX: Das griechische Hin und Her

28.05.2015 – 16:00 Uhr: In Anbetracht der nicht endenden griechischen Schuldenkrise nehmen die Anleger hierzulande lieber an der Seitenlinie Platz und warten auf ein Ende des Dramas.

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Quelle: Bloomberg

Allerdings nähert sich das Theaterstück mit den Hauptdarstellern Alexis Tsipras und Yanis Varoufakis allmählich dem Ende. Im Juni muss Athen tief in die Taschen greifen und dem IWF 1,5 Mrd EUR an Kredite zurückzahlen. Allein am 5. des kommenden Monats werden 300 Mio EUR fällig.

Charttechnik

Dem DAX gelang in der gestrigen Handelssitzung die Verteidigung des Fibonacci-Retracements (23,6%) bei 11.695 Punkten sowie der exponentielle 55-Tage-Durchschnittslinie bei 11.667 Zählern. Dennoch ist der DAX noch nicht aus dem Schneider. Erst oberhalb der kürzlich markierten Zwischenhochs bei 11.891/11.893 Punkten könnte die Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen werden.

Athen in der Bringschuld

Der griechischen Regierung läuft allmählich die Zeit davon. Die Geduld der Geberländer stößt an ihre Grenzen. Prompt äußerte sich Athen optimistisch zu den laufenden Verhandlungen mit der Europäischen Kommission, dem IWF sowie der EZB. Davon zeigten sich der deutsche Finanzminister Wolfang Schäuble, aber auch Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds ein wenig überrascht. Demzufolge liegen in Brüssel noch keine konkreten Reformpläne der hellenischen Regierung auf dem Tisch. Solange dürfte das Hin und Her im griechischen Schuldendrama das Kursgeschehen an den weltweiten Finanzmärkten prägen.

Konjunktur

Kurstreibende Konjunkturdaten waren heute bislang nicht zu finden. Zwar stagnierte die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Mai und lag damit leicht über den Marktprognosen, dagegen hat sich das Geschäftsklima auf dem alten Kontinent im Wonnemonat überraschend eingetrübt. In den USA waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unerwartet gestiegen.

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