Eine starke Entscheidung der OPEC

Der Markt erwartete eine „ungenaue“ Vereinbarung bezüglich einer Drosselung der Ölförderung. 

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Stattdessen wurde aber eine konkrete und geordnete Abmachung getroffen, mit genauen Angaben zur Förderkürzung, auch für die eher ungewissen Mitglieder wie Iran und Irak. Russland ist zwar kein OPEC-Mitglied, war aber über das Meeting so erfreut, dass es ankündigte, die eigene Ölförderung noch weiter zu drosseln: von 200-250 000 auf 300 000 bpd im ersten Halbjahr 2017. Am 9. Dezember wird es zudem ein Treffen von Nicht-OPEC-Ländern geben, an dem Algerien, Venezuela und Kuwait teilnehmen werden. Die OPEC trifft sich Ende Mai 2017 wieder. An dem Termin wird dann über eine Verlängerung der Vereinbarung für weitere 6 Monate verhandelt. Das alles ist äußerst preistreiberisch für die Ölpreise. Die Chancen stehen gut, dass kurzfristig das Jahreshoch von 52 $ für WTI Light Crude  und 54 $ für Brent überstiegen wird. Die Ölpreise scheinen jedoch auf langfristige Sicht nach oben gedeckelt zu sein, da die US-Produzenten ihre Kosten durch technologische Fortschritte weiter senken.
 
Höhere Ölpreise wirken sich auf Inflationserwartungen und möglicherweise auf Geldpolitik aus


Nach Trump sorgt nun auch die OPEC dafür, dass die Inflationserwartungen steigen. Das könnte sich weltweit auf die Geldpolitik auswirken, die sich von einer Geldpolitik eher zu einer Fiskalpolitik wandeln könnte. Das wären gute Neuigkeiten für die Banken und könnte dabei helfen, die Kredite in Europa anzukurbeln. Wie bereits in vorigen Anmerkungen erwähnt, haben wir wohl im Hinblick auf Zinssätze in Europa, und somit wahrscheinlich auch in der Schweiz, einen Tiefpunkt erreicht. Der Umrechnungskurs EUR/CHF ist nach dem Schock über Trump unter die Marke von 1,07 gefallen. Die SNB beabsichtigt offenbar keine eindeutige Kursuntergrenze mehr, sondern greift nur ein, um eine hohe Volatilität des Schweizer Franken zu vermeiden, vor allem in Bezug auf Risikoereignisse wie den Brexit und die US-Wahl. Sie hat vielleicht gestern eingegriffen, um den EUR/CHF-Kurs wieder auf das Niveau von 1,08 zu bringen, im Vorgriff auf ein, in Verbindung mit dem italienischen Referendum, volatiles Wochenende.

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