COT-Report: Öl-Produzenten weiten Absicherungen aus

Seit der Einigung der OPEC Ende November vergangenen Jahres auf Kürzung der Öl-Fördermengen handelt Rohöl der Sorte WTI in einer Trading Range zwischen 51 und 55 USD pro Fass.

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Vergangene Woche wurde der Widerstand bei 55 USD zweifach getestet, jedoch scheiterten die Bullen erneut und konnten kein neues Hoch setzen. Ein Durchbrechen dieser Marke könnte charttechnisch betrachtet jedoch den Weg freimachen für eine Aufwärtsbewegung bis zunächst 57 USD und darüber hinaus bis auf 61 USD je Fass. Neben diesem charttechnischen Widerstand gibt es jedoch noch zwei weitere Faktoren, die die Aufwärtsbewegung in Rohöl ausbremsen. Zum einen können bei steigenden Rohölpreisen vermehrt US-Produzenten die teure Förderung von Schieferöl lukrativ aufnehmen und zum anderen zeigt sich seit Dezember im Commitment of Trader (COT) Report ein deutlicher Anstieg der Netto-Short Positionen bei Produzenten. Grundsätzlich ist es keine Überraschung, dass Produzenten Netto-Short Positionen halten, sichern sie damit doch Ihre physischen Bestände ab. Seit Ende November, also kurz vor der OPEC Entscheidung, stiegen die Netto-Short Positionen jedoch von 263 Tausend Kontrakten sukzessive um 79 Tausend auf 342 Tausend Kontrakte letzten Dienstag. Ein Indiz dafür, dass die wichtige Gruppe der Produzenten selbst das Aufwärtspotential für Öl als eher limitiert einschätzt.

Selbst mit Überschreiten des Widerstands bei 55 USD pro Fass dürften die steigenden Ölfördermengen in den USA und weiter steigende Short Positionen bei den Produzenten das Potential beim Ölpreis bremsen. Lediglich die OPEC könnte dem Ölpreis nachhaltigen Auftrieb geben.

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