Wer gibt beim Brexit den Ton an?

Nach der ersten informellen Tagung der EU-Mitgliedsstaaten ohne Grossbritannien in Bratislava, war die Rhetorik der Teilnehmer in der vergangenen Woche unisono - der Zugang zum EU-Binnenmarkt ist nicht von der Personenfreizügigkeit zu trennen. 

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Obwohl dies eines der zentralen Wahlversprechen der Brexit-Befürworter war, scheint die harte Haltung seitens der EU das Pfund nicht mehr sonderlich zu stören. Für viel mehr Aufregung sorgte Ende vergangener Woche der offene Widerspruch zwischen dem britischen Aussenminister Boris Johnson und der Premierministerin Theresa May über den Zeitpunkt des Austrittsgesuchs. Zunächst verkündete der Aussenminister und Brexit Befürworter Johnson in einer Reihe von Interviews am Donnerstagabend, dass er das Austrittsgesuch Grossbritanniens aus der EU Anfang 2017 erwarte und er darüber hinaus damit rechnete, dass die Verhandlungen noch nicht einmal 2 Jahre dauern würden. Nicht einmal eine Stunde später dementierte das Büro von Theresa May sogleich diese Aussage. Derzeit scheinen in Grossbritannien die Brexit Befürworter die Oberhand zu haben, doch wird sich Theresa May so schnell nicht das Zepter aus der Hand nehmen lassen. Diese Uneinigkeit und die damit verbundene Unsicherheit belastete das britische Pfund welches zu anderen Hauptwährungen um mehr als 1% an Wert einbüsste. Derzeit handelt der Cable bei 1.2980 IN_GBPUSD. Sollte es das Währungspaar schaffen die Marke von 1.2940 nach unten zu durchbrechen ist der Weg wieder frei auf das Juli-Tief bei 1.2800 GBP/USD. Andernfalls sollte mit einer Gegenreaktion über 1.3100 gerechnet werden. Das Pfund wird weiterhin stark anfällig auf Nachrichten aus London sein - oder wo auch immer Boris Johnson sonst gerade steckt.

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