Können die Zentralbanken die Märkte wieder drehen?

Mario_Draghi

Mario Draghi überraschte den Markt noch einmal und signalisierte, dass die EZB im März weitere geldpolitische Lockerungen prüfen werde. Während ein weiteres „short squeeze“ die Aktien kurzfristig weiter höher ziehen könnte, ist Draghi alleine kaum dazu in der Lage die Angst vor einer harten Landung Chinas und vorzeitigen Fed Zinserhöhungen standzuhalten.

Diese Woche werden die Zentralbanken einschliesslich der Fed und der Bank of Japan wahrscheinlich versuchen die Investoren zu beruhigen. Das aber diesbezüglich auch Massnahmen ergriffen werden, kann noch nicht beurteilt werden. China sagte letzte Woche, dass es keinerlei Absicht hat den Renminbi abzuwerten, jedoch scheint es schwer zu glauben, wenn man bedenkt dass sie dies bereits im August letzten Jahres ankündigten.

Die Kapitalmärkte fallen hauptsächlich aus zwei Gründen, dem Preisverfall des Öls und dem verlangsamten Wirtschaftswachstum Chinas. Das grosse Ölüberangebot und die rekordverdächtigen Vorräte lassen darauf schliessen, dass die Erholung höchstwahrscheinlich nur von kurzer Dauer ist.

Für China, die sich sowohl mit einer Börsenblase als auch mit einer Verlangsamung des Immobilienmarktes konfrontiert sehen, ist es unwahrscheinlich, dass ihr abnehmender Produktionssektor schnell wieder Fahrt aufnehmen wird.

Die Regierung wird es sich vorbehalten die Reserveanforderungen für Banken zu senken, um eine weitere Abwertung des Yuan einzuleiten. Ein schwacher CNY würde China zwar helfen die Exporte zu steigern, aber es wird nicht den schleppenden Inlandkonsum verbessern. Darüber hinaus hat es zur Folge, dass die Deflation auf andere Teile der Welt, einschliesslich der entwickelten Länder verteilt wird.

Technisch gesehen, haben Aktienindizes auf dem Tages-Chart das Bärenmarktgebiet erreicht. Auf längerfristige (wöchentliche und monatliche) Sicht, verlieren die Aktien deutlich an Dynamik. Der SP500 wurde in der 1820 bis 1830 Unterstützungszone nach Oktober 2014 und August 2015 zum dritten Mal getestet. Dies könnte die letzte Hürde vor der Annahme sein, den wöchentlichen und monatlichen Chart in einem endgültigen Abwärtstrend einzuordnen. Auf dieser Basis sollte man Rallyes als Verkausmöglichkeiten nutzen.

 

SP500 2016

Beachten Sie, dass der S&P 500 im Handel immer noch höher als eine Standardabweichung über dem langfristigen Durchschnitt liegt und die Aktien wahrscheinlich weiter fallen werden.

S&P 500

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