Fed stellt für 2017 Zinsschritte in Aussicht

Dass die FED kurz vor einer Zinsanhebung steht, war bekannt. Überraschen könnte dagegen, dass die Fed mindestens drei weitere Zinserhöhungen im Jahr 2017 anpeilt.

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Diese Ankündigung quittierten die Märkte umgehend mit steigenden Renditen und einem starken US-Dollar. Der Aktienmarkt stürzte ab, denn die höheren Renditen gingen nicht mit höherer Inflation einher, was als eine reine Finanzverschärfung betrachtet werden kann.

Wird sich die Fed diesmal an den Plan halten?

Letztes Jahr, als die Fed die Zinsen erstmals seit der Finanzkrise erhöht hat, wurde mit weiteren Anhebungen fest gerechnet. Aber da die anderen Zentralbanken weltweit weiterhin akkommodierend ausgerichtet waren und die Inflation gedämpft blieb, hat die Fed den Zinsschritt immer wieder verschoben. Diesmal sollte man jedoch einige wichtige Unterschiede bedenken. Erstens wird das neue Jahr mit einem kompletten Regierungswechsel beginnen, und einem neu gewählten Präsidenten, der vorhat, ein umfassendes fiskalisches Stimuluspaket einzuführen. Zweitens dürften die Ölpreise aufwärts gehen, gestützt von der Einigung der OPEC und Nicht-OPEC Länder auf eine koordinierte Kürzung der Fördermenge erstmals seit 2001. Drittens ist der langjährige Abwärtstrend bei Kupfer, Eisenerz und anderen Industrierohstoffen gebrochen. Viertens beginnen die US-Löhne, die mehrere Jahre stark unter Druck waren, wieder zu steigen.

All dies sollte zu höherer Inflation beitragen und könnte der fehlende Puzzlestein sein, um die Fed dazu zu bewegen, ihren Zinspfad weiterzugehen. Zu Gunsten des US-Dollar, der um weitere 10% gegenüber dem Euro und dem Franken im Laufe des nächsten Jahres ansteigen sollte. Erhöhte Kapitalkosten werden zunächst als negativ für den Aktienmarkt betrachtet. Steigende Renditen werden aber den Banken erlauben, ihre Darlehenstätigkeit auszuweiten, was wiederum die Kapitalverfügbarkeit verstärken wird. Niedrigere Kapitalkosten zuungunsten der Kapitalverfügbarkeit ist ein Thema, das nun immer mehr Zentralbanken adressieren. Die BoJ und ECB haben vor kurzem Massnahmen zur Versteilung der Renditenkurve umgesetzt, was sich auf lange Sicht positiv auf den Aktienmarkt auswirken wird.

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