Draghi liefert nicht wie erwartet

Draghi liefert nicht wie erwartet

Draghi liefert nicht wie erwartet

Die EZB senkte den Einlagensatz um 10 bp von -0,20 % auf -0,30 %. Die Konsenserwartung lag auch bei 10bp, die vom Markt antizipierte und eingepreiste Zinssenkung war mit 14.5bp jedoch höher. Die Markterwartung wurde also enttäuscht. Die EZB wird des Weiteren das Programm zur quantitativen Lockerung um mindestens 6 Monate (März 2017) verlängern und hat klar betont, dass das Ende weiterhin offen bleibt. Jedoch wurde der Markt auch hier enttäuscht. Neben einer Verlängerung wurde auch eine Ausweitung des Volumens von derzeit 60 Mrd./Monat auf 70 Mrd./Monat erwartet. Die Investoren, die wie in der Vergangenheit damit gerechnet haben, dass Draghi mehr liefert als erwartet, wurden also klar enttäuscht. Dennoch bedeutet die Verlängerung des QE -Programm eine nicht unbedeutende Ausweitung des Volumens um 360 Mrd. Euro und sollte langfristig für die Aktienmärkte unterstützend wirken. Die ausgeweitete Zinsdifferenz wird die Gemeinschaftswährung auch weiterhin belasten. Des Weiteren behält Draghi mit der heutigen Entscheidung weitere Pfeile im Köcher, um das QE Programm auch künftig noch ausweiten zu können.

Was bedeutet dies für die SNB und den Franken?

Wie wir zu Anfang der Woche mit der Veröffentlichung des BIP und der Einzelhandelsumsätze gesehen haben, bleibt die Schweizer Wirtschaft unter Druck, vor allem da die Exporte auch weiterhin unter dem starken Franken leiden werden. Während der Negativzins geholfen hat den Franken gegen Währungen, wie dem US Dollar und dem Pfund Sterling auf ein Niveau wie vor der Aufhebung der Frankenuntergrenze zurückzuführen, liegt die Priorität SNB beim EUR/CHF. Das Währungspaar notiert immer noch mehr als 8% unter der Marke von 1.20.

Die EZB Entscheidung setzt die SNB offensichtlich unter Druck, die Maßnahmen in der nächsten Sitzung am 10. Dezember zu duplizieren. Jordan hatte den Markt in den vergangenen Wochen bereits darauf vorbereitet, indem er verlauten liess, dass die Zinsdifferenz konstant gehalten werden müsse, um den Franken zu schwächen. Negativzinsen scheinen auch effektiver zu sein als FX Interventionen, da sie Investoren auf der Suche nach einem sicheren Hafen fernhalten. Wir sollten daher weitere Zinssenkungen von der SNB erwarten; die erste wahrscheinlich in den kommenden Wochen eventuell jedoch bereits vorher. Um die Zinsdifferenz aufrechtzuerhalten muss Jordan den Zins um 10 bp von -0.75% auf -0.85% senken.

Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar. Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen. IG Bank S.A. bietet ausschließlich eine beratungsfreie Dienstleistung. Der Inhalt dieser Werbemitteilung stellt keine Anlageberatung bzw. Anlageempfehlung (und darf nicht als solche verstanden werden) und stellt keinesfalls eine Aufforderung zum Erwerb von jeglichen Finanzinstrumenten dar. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. IG Bank S.A. haftet nicht für Folgeschäden, welche eventuell auf einzelne Kommentare und Aussagen zurückzuführen wären und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des Inhaltes. Folglich trägt der Anleger vollkommen alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen.

Trading Update

Artikel anhand des Analysten finden

Einen Artikel finden

Wissen

  • Vorteile und Begrenzungen

    Die Leerverkäufe ermöglichen Händlern, Gewinn in einem sinkenden Markt zu erzielen oder vorhandene Investitionen zu schützen. Finden Sie heraus, wie und warum Leerverkäufe ein Schlüsselelement einer ausgeglichenen Handelsstrategie werden können.

  • Stops

    Lernen Sie die verschiedenen Arten, wie Sie eine Position eröffnen und schließen können - von einem einfachen, sofortigen Handel bis zu einer automatischen Anweisung, wie in Ihrer Abwesenheit gehandelt werden soll. Eine Order kann Ihnen helfen, Gewinne zu sichern oder sich gegen Verluste zu schützen: lernen Sie die verschiedenen Arten und ihre Verwendung kennen.

  • Ihr Handelsplan

    Ein Handelsplan ist ein Regelwerk, innerhalb dessen Sie Ihre Handelsziele klar definieren: dies beinhaltet bspw. Ein- und Ausstieg sowie Risiko- und Money-Management. In diesem Modul möchten wir einige Ansätze vermitteln, wie Sie Ihren persönlichen Plan entwerfen und umsetzen können.