Der Tiefpunkt für Schweizer Zinsen könnte erreicht sein

Die SNB hat den Zinssatz für Sichteinlagen unverändert bei minus 0.75% belassen, und den 3-Monats-Libor CHF innerhalb einer Spanne von -0.25% bis -1.25%.

bg_swiss_coin_1211934

Aber das sollte nicht verwundern, wenn man bedenkt, dass die EZB in der Woche zuvor keine Änderungen angekündigt hat. Wir haben eine deutliche Verbesserung des Schweizer BIP (obwohl beeinflusst durch höhere Staatsausgaben) und des CPI seit der Stabilisierung des EUR/CHF-Kurses auf 1.10 festgestellt. Wir erwarten daher, dass die SNB die EZB-Handlungen weiterhin aufmerksam beobachten und die eigenen Handlungen dementsprechend anpassen wird.
 
Letzte Woche blieb die EZB untätig und äusserte sich nicht näher zu möglichen Massnahmen in der Zukunft, was ungewöhnlich war. Wir sind der Meinung, dass, ähnlich wie Japan, europäische Banken zu stark von den negativen Zinssätzen betroffen sind, als dass die Wirtschaft davon langfristig profitieren könnte. Die Bilanzen sind bereits jetzt schon durch hohe Kapitalanforderungen geschwächt, was zur Folge hat, dass die Banken bei der Kreditvergabe zurückhaltend sind, da geringe Gewinnmargen das Ausfallrisiko nicht länger rechtfertigen. Die Finanzierungstätigkeit der europäischen Banken verlangsamte sich insbesondere im Ausland, was zu einer Stärkung des Euro geführt hat. Das bedeutet, dass solange die Banken unter Druck bleiben, die Liquiditätsspritzen Probleme damit haben werden, ihren Weg in die Realwirtschaft zu finden. Die EZB hat folglich kein Interesse daran, die Zinssätze weiter zu reduzieren.
 
Für die Schweiz bedeutet dies, dass wir wahrscheinlich einen Tiefpunkt für Zinsen erreicht haben. Allerdings wird die SNB wachsam bleiben und kann im Fall einer volatilen Bewegung des Schweizer Frankens an den Devisenmärkten intervenieren, wie während des Brexit-Referendums geschehen.

Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar. Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen. IG Bank S.A. bietet ausschließlich eine beratungsfreie Dienstleistung. Der Inhalt dieser Werbemitteilung stellt keine Anlageberatung bzw. Anlageempfehlung (und darf nicht als solche verstanden werden) und stellt keinesfalls eine Aufforderung zum Erwerb von jeglichen Finanzinstrumenten dar. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. IG Bank S.A. haftet nicht für Folgeschäden, welche eventuell auf einzelne Kommentare und Aussagen zurückzuführen wären und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des Inhaltes. Folglich trägt der Anleger vollkommen alleinverantwortlich das Risiko für einzelne Anlageentscheidungen.