DAX: Wer hat Angst vor Griechenland?

05.02.2015 – 15:30 Uhr: Griechenland als Börsengespenst verliert an Schrecken. Der scharfe Ton, den die Europäische Zentralbank gegenüber Athen angeschlagen hat, hatte zum heutigen Handelsauftakt den deutschen Leitindex spürbar gedrückt. 

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Quelle: Bloomberg

Aber auch diesmal scheinen die Anleger hierzulande auf einen solchen Rücksetzer gewartet zu haben. Prompt wurden auf dem Frankfurter Börsenparkett heimische Dividendenpapiere eingesammelt.

Heute ging die Reise des neuen griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis nach Berlin. Vor dem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfang Schäuble kippte die Europäische Zentralbank eine Sonderregelung und erschwerte damit den angeschlagenen hellenischen Banken den Zugang zu frischem Geld. Ab dem 11. Februar könnte Griechenland neues Ungemach drohen. Von diesem Tag an können Staatsanleihen des südeuropäischen Landes nicht mehr als Sicherheiten für Kredite genutzt werden. Auslöser für die verschärfte Vorgehensweise waren Zweifel der EZB über den Reformwillen der Athener Regierung. Allerdings wurde betont, dass der griechische Bankensektor zurzeit jedoch nicht gefährdet ist, da die Regelung für Notkredite aufrecht erhalten wird.

Die Marktakteure warten mit Spannung auf die US-Beschäftigungszahlen für Februar am Freitag. Allgemein werden 233 bis 235 Tsd. neue Arbeitsstellen außerhalb der Agrarwirtschaft erwartet. Im Vormonat wurden 252 Tsd. neue Jobs geschaffen. Die Marktakteure sehen die Arbeitslosenquote bei unverändert 5,6%. 

US-Beschäftigungszahlen (Non-farm Payrolls)

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Quelle: IG eigene Darstellung

Der DAX büßt zur Stunde 0,2% an Wert ein und notiert mit 10.876 Punkten weiterhin auf einem hohen Niveau. Der EUR-USD kann seine technische Erholung fortsetzen. Mit aktuell 1,1428 USD befindet sich das Währungspaar in der Gewinnzone. Gold verliert indes weiter an Glanz.

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