2017 wird für die SNB ein weiteres Jahr der Herausforderungen

In wenigen Tagen jährt sich der Tag des Frankenschocks zum zweiten Mal doch wer glaubt, dass sich seither die Situation der SNB entspannt hat der täuscht sich. 

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Aufhebung der Untergrenze verbessert die Situation der SNB kaum

Als sich die SNB am 15. Januar 2015 völlig überraschend und ohne Vorankündigung dazu entschloss die seit 2011 in Kraft gesetzte Untergrenze des Wechselkurses des Euros zum Schweizer Franken von 1.20 aufzuheben konnte man erahnen unter welchem Druck die Schweizerische Nationalbank (SNB) stand. Die Interventionen am Devisenmarkt trieben die Fremdwährungsreserven in immer höhere Sphären und die SNB schien nicht mehr in der Lage zu sein dem Marktdruck standzuhalten. Seither hat sich jedoch viel getan, doch die Situation der SNB hat sich nicht verbessert. Denn ausser weiterer verdeckter Devisenmarktinterventionen scheint die SNB ihr Pulver verschossen zu haben. Eine weitere Senkung der Zinsen scheint mit Blick auf die negativen Auswirkungen auf die Banken und Pensionskassen keine realistische Option mehr darzustellen.

Die Entwicklungen der Eurozone belasten schwer

Darüber hinaus, schafft es die Eurozone nicht sich nachhaltig von den Folgen der Finanzkrise zu lösen und zwingt somit die EZB zu einer immer weiter ausufernden Lockerung der eigenen Zentralbankpolitik. Und genau hier liegt die Gefahr für die SNB. Sollte sich die wirtschaftliche Situation in der Eurozone nicht verbessern wird es die SNB sehr schwer haben dem Tempo und der Intensität der EZB zu folgen.

Steigerung der Fremdwährungsreserven in unvermindertem Tempo

Seit der Aufhebung der Franken-Untergrenze entwickelten sich die Fremdwährungsreserven in ähnlich starker Intensität wie zuvor und erreichten zuletzt ein Rekordniveau in Höhe von 650 Milliarden Schweizer Franken (zum Vergleich: Vor Ausbruch der Finanzkrise in 2008 lagen die Fremdwährungsreserven bei unter 50 Milliarden Schweizer Franken). Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Risiken in der Eurozone kommen noch politische Risiken hinzu welche den Euro im kommenden Jahr belasten könnten.

Inoffizielle Untergrenze wird weiter abgesenkt werden

In 2016 konnten wir erkennen wie die SNB die inoffizielle Untergrenze immer weiter nach unten verschob. Aktuell scheint diese bei 1.07 EUR/CHF zu liegen. Eine weitere Aufwertung des Schweizer Franken in 2017 ist jedoch wahrscheinlich und somit sollten wir auch eine weitere Herabsetzung dieser Grenze auf zunächst 1.06 und dann auf 1.05 EUR/CHF sehen.

Die SNB bleibt nach wie vor eine Geisel der EZB.

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