Der EUR/CHF erreicht die 1,12 Marke

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Der EUR/CHF erreichte ein neues Hoch von 1,1165 und damit den höchsten Stand seit der Aufhebung der Frankenuntergrenze durch die SNB. Obwohl die hohe Marktvolatilität und geringe Risikobereitschaft Anfang dieses Jahres normalerweise Bedingungen dafür sind, dass die Schweizer Währung an Stärke hätte gewinnen sollen.

Es scheint, als wenn die Negativzinspolitik der SNB beginnt Früchte zu tragen. Die Frankenstärke erodiert auch ohne Berücksichtigung der Inflation. Dies ermutigt Banken, multinationale Konzerne, Fonds und Vermögensverwalter ihre Gelder in eine Fremdwährung zu tauschen.

In diesem Jahr können wir auch eine Beschleunigung der Sichteinlagen beobachten, was auf eine Intervention der SNB am Devisenmarkt schliessen lässt. Diese spricht viel über Interventionen, wie jüngst Fritz Zurbrügg Anfang des Monats. Die Aussicht auf zukünftige Interventionen ist ausreichend, um Spekulanten abzuschrecken in die Schweizer Währung zu investieren.

Andere Währungen wie der Yen, der USD und selbst der Euro werden derzeit als bessere „sichere Häfen“ betrachtet, da diese sich allesamt seit Jahresbeginn besser entwickelt haben als der Franken. Der Yen und der Euro sind die beliebtesten Finanzierungswährungen, aufgrund ihrer niedrigen Zinssätze und reichlich Liquidität. Wenn riskante Vermögenswerte fallen (Aktien) werden die Investoren dazu gezwungen, ihre Darlehen in Yen oder Euro zurückzuzahlen. Im Gegensatz dazu ist der Franken deutlich weniger Liquide, vor allem seit dem Debakel vom 15. Januar. Der Dollar wird durch die relativ stabile US-Wirtschaft unterstützt.

Wir erwarten, dass der Franken während des ganzen Jahres weiteren Verkaufsdruck bekommen sollte. Sollte die EZB jedoch im März, wie vergangene Woche bereits angedeutet, neue Massnahmen bekannt geben, müsste auch die SNB nachziehen. Es muss deshalb mit weiteren Interventionen der SNB im Jahr 2016 gerechnet werden, sei es auf dem Devisenmarkt oder durch weitere Senkungen des Einlagensatzes.

Der EURCHF hat sich seit fast sechs Monaten innerhalb einer engen Bandbreite bewegt, aber ist nun aus der Konsolidierungszone ausgebrochen; ein Signal dafür, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen könnte. Wir glauben daher, dass das Währungspaar bis zum Ende des Jahres voraussichtlich 1,15 erreichen könnte.

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