Wie werden Optionen gehandelt?

Erfahren Sie alles nötige um mit dem Optionshandel anzufangen, inklusive handelbarer Märkte, was Optionspreise beeinflusst und wie Sie mit dem Handel starten können.

Der  Option-Handel bietet Tradern eine Vielzahl von Vorteilen -  ob Sie auf verschiedenen Märkten spekulieren, sich gegen bestehende Positionen absichern wollen oder einfach nur ein wenig länger entscheiden wollen, ob ein Trade für Sie richtig ist. Um mit dem Handel zu starten, folgen Sie diesen einfachen Schritten:

  1. Erfahren Sie was Optionspreise beeinflusst
  2. Seien Sie sich der Risiken bewusst
  3. Wählen Sie eine Handelsstrategie
  4. Wählen Sie aus, wie Sie handeln möchten
  5. Eröffnen Sie ein Konto

Hier finden Sie einen detaillierten Überblick über alle 5 Punkte

Was bestimmt den Preis von Optionen?

Der Preis einer Option, in anderen Worten, der Aufschlag (Prämie), den der Besitzer dem Verkäufer zahlt, hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann sich mit der Zeit ändern. Die drei grössten Faktoren sind das Niveau des zugrunde liegenden Marktes im Vergleich zum Basispreis, die übrige Zeit zum Ablauf der Laufzeit der Option, sowie die zugrunde liegende Volatilität des Marktes.

All diese Faktoren funktionieren nach demselben Prinzip: je wahrscheinlicher es ist, dass eine Option über (Call), bzw. unter (Put) Ihren Basispreis geht, desto höher fällt die Prämie aus.

Niveau des zugrunde liegenden Marktes

Wenn der zugrunde liegende Markt näher am Basispreis einer Option liegt, ist es wahrscheinlicher den Basispreis auch zu treffen und dann weiter zu steigen. Eine Option auf EUR/USD mit einem Ausübungspreis, der 50 Punkte vom aktuellen Marktniveau entfernt ist, wird wahrscheinlich weniger profitabel sein als eine Option mit einem Ausübungspreis, der nur 15 Punkte entfernt ist und sollte daher eine niedrigere Prämie haben.

Laufzeit der Option

Je mehr Zeit vor Ablauf der Laufzeit einer Option bleibt, desto mehr Zeit hat der zugrunde liegende Markt um den Basispreis zu treffen. Haben Sie also zwei out-of-the-money (Aus-dem-Geld) Optionen mit identischen Ausübungspreisen und demselben zugrunde liegendem Markt, sollte die Option mit der längeren Laufzeit einen grösseren Aufschlag erhalten.

Volatilität des zugrunde liegenden Marktes

Je volatiler der zugrunde liegende Markt einer Option erscheint, desto wahrscheinlicher ist das Erreichen des Ausübungspreises. Wenn also der Markt einen unerwarteten Auftrieb seiner Volatilität erlebt, werden sich Optionen in der Regel diesem aufstrebenden Trend entsprechend angleichen und Ihren Aufschlag anheben.

Was sind "Greeks"?

Greeks sind Risiken, die spezifisch für den Handel mit Optionen sind. Zu verstehen, warum sich die Optionspreise bewegen, ist ein solider erster Schritt in Richtung profitablen Handel. Um diesen Markt allerdings wirklich zu meistern, müssen Sie Greeks verstehen - denn erst wenn Sie jedes Risiko verstehen, können Sie Massnahmen ergreifen, um es zu mindern.
 
Im Anschluss eine kurze Einführung zu jeder Risikokategorie: 
 
  • Delta – Grösse der Kursbewegung einer Option in Relation zur Preisänderung pro Punkt des zugrunde liegenden Basiswerts. Delta ist eine Massnahme, die als Kursbewegung in Relation zur Preisänderung des zugrunde liegenden Basiswerts definiert wird, auch direktionales Risiko genannt.
  • Gamma – Grösse der Kursbewegung des Delta einer Option in Relation zur Preisänderung pro Punkt des zugrunde liegenden Basiswerts. Gamma zeigt, ob das direktionale Risiko steigt, wenn sich der zugrunde liegende Markt bewegt. 
  • Theta –negativ Kursbewegung einer Option im Laufe der Zeit, bzw. ihr Zeitverfallsrisiko. Der Wert einer Option mit einem hohen Theta-Wert (in der Regel eine mit einem kurzfristigen Verfall) wird zum Ende Ihrer Laufzeit in der Regel schnell sinken.
  • Vega – wie stark sich der Preis einer Option bewegt, wenn sich die Volatilität des zugrunde liegenden Marktes ändert. Die Kursbewegung einer Option mit einem Vega-Wert beträgt zwei Punkte, wenn sich die Volatilität des zugrunde liegenden Marktes um 1% verändert.  
  • Rho – wie stark sich der Preis einer Option bewegt, wenn sich die Zinssätze ändern. Rho kann entweder positiv oder negativ sein, abhängig davon, ob sich der Preis der Option verbessert, wenn die Zinsen steigen (positiv) oder sinken (negativ).

Strategien zum Options-Handel

Es gibt eine Vielzahl von Strategien, die Sie für Ihre Handelsaktivitäten verwenden können, von Long Calls bis Call Spreads bis hin zum Iron Butterfly. Hier sind einige der meist genutzten Strategien:

Calls und Puts bei Long-Positionen

Calls und Puts bei Long-Positionen sind die einfachsten Methoden des Optionshandels. Diese bedeuten den tatsächlichen Kauf einer Option, was Sie automatisch zu Ihrem rechtmässigen Besitzer macht. Sie verschreiben einen Gewinn sobald der zugrunde liegende Markt über (Call) bzw. unter (Put) den Basiswert inklusive Ihrer Prämie läuft, wobei die Kosten Ihrer Prämie hierbei auch den maximalen Verlust dieses Trades ausmachen.

Wenn Sie eine Anlage besitzen und sich vor möglichen kurzfristigen Verlusten schützen möchten, können Sie sich über eine Long-Put-Option absichern. Diese Strategie wird auch married put genannt.

Calls und Puts bei Short-Positionen

In einem Short Call oder Short Put, nehmen Sie die sogenannte Writer Seite des Trades, also die Verkäuferseite. Die einfachste dieser Optionen ist die gedeckte Kaufoption bei der Sie eine Call-Option oder eine andere Anlage verkaufen. Dann, sobald der Preis Ihrer verkauften Anlage den Ausübungspreis nicht übersteigt, können Sie den Aufschlag als Profit für sich verschreiben.

Sie können Call-Optionen (Kaufoptionen) auch schreiben wenn Sie die Anlage selbst nicht besitzen. Diese Art von Option wird auch als ungedeckte, oder nackte Kaufoption bezeichnet. Allerdings gilt diese als eine relativ riskante Strategie, da Sie möglicherweise die vollen Kosten der Aktien bezahlen müssen, um sie folglich mit Verlust an den Inhaber zu verkaufen.

Straddle und Strangle

Sie sind nicht darauf beschränkt, jeweils nur eine einzelne Option zu handeln. Ein Straddle, beispielsweise, erlaubt entweder den gleichzeitigen Kauf oder Verkauf von Call und Put Optionen mit denselben Ausübungspreisen und Verfallsterminen. Auf diese Weise können Sie von der Volatilität profitieren, unabhängig davon, ob sich der zugrunde liegende Markt nach oben oder unten bewegt. Ist aber keine Volatilität vorhanden, verlieren Sie Ihren Aufschlag.

Ein Strangle ist eine ähnliche Strategie, aber Sie kaufen einen Call mit einem etwas höheren Ausübungspreis als bei dem entsprechenden Put. Dies bedeutet, dass Sie eine grössere Kursbewegung benötigen, um zu profitieren, aber in der Regel weniger zahlen, um den Handel zu öffnen, da beide Optionen bei Illiquidität gekauft werden.
Und natürlich können Sie die andere Seite von Straddles und Strangles nehmen - indem Sie Short-Positionen nutzen, um von flachen Märkten zu profitieren.

Spreads

Spreads bedeuten den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Optionen. In einem Call Spread zum Beispiel, können Sie eine Call-Option kaufen während Sie eine andere zu einem höheren Ausübungspreis verkaufen. Der Unterschied zwischen den beiden Ausübungspreisen wird zu Ihrem maximalen Gewinn, allerdings reduziert der Verkauf der zweiten Option Ihre anfänglichen Ausgaben.

Der Butterfly ist komplexer, wo Sie mehrere Put- bzw. Call-Optionen mit drei verschiedenen Ausübungspreisen bei festgelegten Short- und Long-Positionen handeln können. Auf diese Weise können Sie Gewinne erzielen, wenn die Volatilität niedrig ist und kein übermässiges Risiko besteht. Es gibt verschiedene Arten einer Schmetterlings-Strategie: zum einen CondorIron Butterfly und Iron Condor.

Zwei Wege mit Optionen zu handeln

Entscheiden Sie nicht nur, welche Handelsstrategien Sie verwenden möchten, sondern auch, wie Sie Optionen kaufen und verkaufen möchten. 

  1. Options-Handel mit einem Broker

    Gelistete Optionen werden ebenso wie Aktien an registrierten Börsen gehandelt. Und wie bei Aktien müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um Optionen direkt an einer Börse zu kaufen und zu verkaufen - somit werden die meisten Einzelhändler dies über einen Broker tun.

    Wenn Sie mit einem Options-Broker handeln, handeln Sie auf deren Plattform und führen Ihre Order an der tatsächlichen Börse aus. Normalerweise müssen Sie für jeden Trade eine Kommission bezahlen.
     
  2. Options-Handel über CFDs

    Wenn Sie Optionen über CFDs handeln, erhalten Sie ausschliesslich die Möglichkeit CFDs des zugrunde liegenden Marktes zu handeln und nicht den Markt selbst. CFDs werden immer den Kurs des zugrunde liegenden Marktes replizieren, so dass Ihr Gewinn oder Verlust derselbe wie beim Handel mit einem Broker sein würde - abzüglich Ihrer Kosten für das Eröffnen einer Position.

    Anstatt sich bei einem Broker anzumelden, werden Sie ein Konto bei einem gehebelten Handelsanbieter benötigen. Dies bedeutet, dass Sie über einen einzigen Login Optionen neben Tausenden anderer Märkte kaufen und verkaufen können.

    Erfahren Sie mehr über den  Handel mit CFDs.

Eröffnen Sie ein Konto und starten Sie mit dem Handel

Um mit IG Bank Optionspreise zu handeln, müssen Sie zuerst ein Konto erstellen. Die Kontoeröffnung ist kostenfrei, mit wenigen Schritten möglich und es besteht keine Einzahlungs- oder Handelspflicht.

Bevor Sie jedoch Ihren ersten Trade platzieren, müssen Sie erst Geld auf Ihr Kundenkonto einzahlen. Wenn Sie Ihre Strategien für den Options-Handel ohne Eigenrisiko ausprobieren möchten, dann können Sie stattdessen ein Demokonto erstellen – welches Ihnen 20.000 CHF in virtuellen Geldmitteln zur Verfügung stellt und Ihnen den Weg zu über 15.000 Märkten, darunter vielen Optionsmärkten, öffnet.

Jetzt ein Handelskonto eröffnen

Die Kontoeröffnung ist kostenfrei, mit wenigen Schritten möglich und es besteht keine Einzahlungs- oder Handelspflicht.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

  • Options-Handel

    Erfahren Sie mehr über unseren Service zum Handel mit Optionen

  • Risikomanagement

    Wie Sie Ihre Gewinne schützen und Ihre Verluste begrenzen können

  • Aktien-Handel

    Gehen Sie long oder short auf 8000 weltweite Aktien, inklusive Apple und Facebook

Kontaktieren Sie uns

Deutschsprachiger Support Mo - Fr 8:15 - 22:15 MEZ. Ausserhalb dieser Zeit stehen Ihnen weltweit unsere englischsprachigen Mitarbeiter zur Verfügung, von Samstag 9:00 Uhr bis Freitag 23:00 Uhr MEZ.