Toshiba im Rausch der Tiefe - Atomsparte vor Abschreibungen im Milliardenhöhe

30.12.2016 - 10:58 Uhr (Werbemitteilung): Zum Jahresausklang geht es beim japanischen Industrie-Giganten ans Eingemachte.

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Quelle: Bloomberg

Gerade erst war der Skandal um die jahrelange Manipulation der Unternehmensbilanzen halbwegs abgearbeitet. Es folgten u.a. ein massiver Personalabbau sowie die Abspaltung diverser Geschäftsbereiche, um das Konglomerat aus dem fernen Osten wieder auf Kurs zu bringen.

Die Erholung machte sich dann auch an der Entwicklung der Anteilsscheine deutlich bemerkbar. Die Toshiba-Aktie konnte sich vom Januar-Tief diesen Jahres aus mehr als verdreifachen. Zum Jahresausklang ist der Titel nun auf dem Weg einen Großteil der Gewinne wieder abzugeben. Alleine in den vergangenen drei Handelstagen verliert die Aktie rund 40 Prozent. Noch Anfang Dezember markierte der Konzern ein Jahreshoch bei 3,92 Euro. Was ist also passiert?   

Am Dienstag meldete das Unternehmen eine Gewinnwarnung die es in sich hat. So muss Toshiba voraussichtlich milliardenschwere Abschreibungen seiner Atomsparte vornehmen. Demnach seien die Aufwendungen für die Projekte der jüngst übernommenen Atomsparte des US-Unternehmens Chicago Bridge & Iron (CB&I) nicht nur höher als zuvor angenommen. Vielmehr explodieren die Kosten geradezu und drohen damit das komplette Eigenkapital des altehrwürdigen Traditionsunternehmens aus Nippon aufzuzehren.

Auf der Suche nach frischer Liquidität gilt nun von einer Kapitalerhöhung bis zu einem neuerlichen Verkauf unternehmenseigener Geschäftsparten nichts mehr als ausgeschlossen. Die Quittung gibt es postwendend von den Aktionären, die sich nach Veröffentlichung der Hiobsbotschaft nebst milliardenschwerer Gewinnwarnung gleich in Scharen von den Papieren trennten. Eine erste moderate technische Gegenbewegung hievt Toshiba-Titel am letzten Handelstag des Jahres derzeit um 3,85 Prozent auf 2,34 EUR.

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