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Wahlen in Großbritannien

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Wichtige Märkte

Als Theresa Mai zu vorgezogenen Wahlen aufrief, war ihr Vorsprung in den Umfragen so bedeutend, dass ein erhöhtes Mandat selbstverständlich zu sein schien - eine Stimmung, die durch einen Aufschwung im Pfund unterstützt wurde.

Jeremy Corbyn gewann in den letzten Wochen seiner Kampagne an Popularität und dies setzte den Plänen Mays und denen der Märkte einen Strich durch die Rechnung. Die Fragen um die Zukunft des Vereinigten Königreichs und die bevorstehenden Brexit-Verhandlungen wurden dadurch nur noch größer.

Trotz des überraschendenen Ergebnisses des Referndums im letzten Jahr, hatte das Pfund einen stabilitätsähnelndes Level so wie vor der Wahl erreicht. Angesichts dieses Ergebnisses erwarten wir jedoch, dass das Pfund in einen Zustand fortgesetzter und erhöhter Volatilität zurückkehrt, da die Händler eine Bestandsaufnahme der britischen Regierung machen. Wie immer sollte man EUR/GBP und GBP/USD als Schlüsselpaare im Blick behalten, obwohl man kommende US-Gesetzgebungen auch nicht ausser Acht lassen sollte, wodurch Dollar-Händler eine andere Richtung einschlagen könnten.

Theoretisch sollte sich ein schwächeres Pfund positiv auf den FTSE 100 auswirken, angesichts der Vorteile, die die darin enthaltenen Titel durch billigere Exporten erhielten. Aber zwischen der Aussicht auf eine geteilte Regierung und der Mehrdeutigkeit einer neuen Brexit-Strategie, könnte die Dynamik, die der Big-Cap-Index zuletzt ausbauen konnte, bald zu einer Erinnerung verblassen. Ebenso steht der FTSE 250, der vor kurzem durch die Aussucht  auf eine konservative Pro-Business-Politik verstärkt wurde, erneut vor einer unsicheren Zukunft.

In solchen Zeiten ist Gold ein sicherer Hafen und das Ergebnis könnte auch die in den letzten Monaten anhaltende Markterholung weiter stützen. Einige Analysten haben erwartet, dass mehr politische Umwälzungen im Jahr 2017 das Edelmetall in die Höhe treiben würden, und Corbyns Sieg könnte ihren ehrgeizigen Vorhersagen nun Gewicht verleihen.

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Wie haben die Märkte bisher reagiert?

Unmittelbar nach Mays unerwarteter Ankündigung hat das Pfund sein Jahreshoch erreicht.

Es war nicht von Anfang an eindeutig, ob dieser Anstieg auf zukünftige Entwicklung schließen lässt oder ob Pfund Sterling-Leerverkäufer nur auf die Schnelle einen Rückzieher gemacht haben. Doch der Optimismus machte sich breit, und das Pfund stieg weiter an. Die Zuversicht unter denen, die Short-Positionen gehalten haben, sank dagegen weiter, was das Aufwärtsmomentum des Pfund weiter beflügelt hat.

Der steigende Pfund-Kurs hatte Einfluss auf den FTSE 100, dessen Konstituenten in den vergangenen Monaten von billigeren Exporten profitiert haben. Es gab einige Katalysatoren, die dabei eine Rolle spielten – der globale Index war bereits in der Defensive aufgrund Überangebot an Eisenerz, wovon die Bergarbeiter in besonderen Masse betroffen sind – es war jedoch vor allem der Aufschwung des Pfund Sterling, der zu dem schlimmsten Absturz des FTSE 100 seit dem EU-Referendum geführt hat.

Trotz anfänglichen Schwankungen erreichte der FTSE 250 nach Mays Ankündigung ein Allzeithoch. Der Mid-Cap Index gilt als besonders anfällig für die Folgen der Brexit-Verhandlungen, doch die Aussicht auf eine wirtschaftsfreundliche Politik der Konservativen lässt, zumindest vorerst, alle Bedenken verstummen. 

FAQs

Was ist ein Hung Parliament?

In einem Hung Parliament hat keine politische Partei eine absolute Mehrheit im Unterhaus. Zwei Parteien müssen anschließend eine Koalitionsregierung bilden, um die notwendige Mehrheit zu erreichen. Alternativ dazu kann auch die Partei mit der höchsten Stimmenzahl regieren. Ihr fehlt jedoch das Mandat, um Gesetzte alleine zu verabschieden.

Wie kann ein Hung Parliament das Pfund beeinflussen?

Unsicherheit lässt Unsicherheit entstehen, und so wird auch das Hung Parliament, mit dem Großbritannien nun konfrontiert ist, Volatilität im Pfund mit sich bringen. Dies wird sich wahrscheinlich in den nächsten Wochen und Monaten, wenn die Märkte versuchen werden  einzuschätzen, wie es weiter geht mit der britischen Regierung und den anstehenden Brexit-Verhandlungen, noch verschärfen.

Wer hat bei der Wahl die meisten Sitze gewonnen?

Die Auszählung des letzten Wahlkreises Kensington dauert noch. Die konservativen stehen derzeit bei 318 Sitzen, gefolgt von der Labour-Partei (261), der SNP (35) und den Liberaldemokraten (12).

Wie viele Sitze haben die Konservativen verloren?

Die Konservativen haben um 12 Sitze weniger errungen als bisher (330). Das bedeutet, dass sie die absolute 17-Sitze-Mehrheit von 17 Sitze von 2015 verloren haben.

Werden die Konservativen eine Koalition bilden?

Es wird sich in den nächsten Tagen klären, was die nächsten Schritte der Konservativen sein werden. Mehrere Parteien, darunter die Liberaldemokratens, haben präventiv noch während des Wahlkampfes eine Koalition mit den Tories vom Tisch gebracht. Die wahrscheinlichste Option wäre die DUP Nordirlands, mit deren zehn Sitze sie über die notwendige Anzahl von über 226 verfügen würden. Doch die völlig andere Brexit-Agenda als die von Theresa May würde es den zwei Parteien schwer machen, eine Einigung zu erzielen.

Alternativ dazu kann May einfach versuchen, eine Minderheitsregierung zu führen. Aber um das zu tun, müsste sie zuerst Unterstützung seitens der anderen Parteien in einem Vertrauensvotum einholen. Dazu wird es aber jedenfalls nicht vor Beginn der Brexit-Verhandlungen, die am 19. Juni gestartet werden sollen, kommen.

Solange es offen bleibt, welche Gestalt die britische Regierung annehmen wird, wird das Pfund auf wackeligen Füssen stehen. Und eine Stabilisierung scheint eher unwahrscheinlich, falls man entscheidet, die Brexit-Verhandlungen zu verschieben, da dann die Aussicht auf einen Deal um so unwahrscheinlicher wird. 

Wird May ihr Amt als Premierministerin aufgeben?

May versicherte, dass sie ihr Amt als Premierministerin nicht aufgeben wird. Es bleibt aber abzuwarten, ob sie der Druck sowohl seitens ihrer eigenen Partei als auch von aussen im Laufe der nächsten Wochen nicht dazu zwingt, zurückzutreten.

Obwohl ein Rücktritt derzeit noch mehr Unsicherheit schaffen würde, würden die Märkte es eher bevorzugen, sie lieber früher als später gehen zu sehen, als mit einer längeren Phase des politischen Stillstands zu tun zu haben, und einem erneuten Sturzflug des Pfund.

Wie geht es weiter mit den Brexit-Verhandlungen?

Die Brexit-Verhandlungen sollen am 19. Juni beginnen, doch das Hung Parliament wird diesen Zeitplan wahrscheinlich zunichte machen. Im Laufe der Zeit wird es sich herausstellen, inwieweit eine uneinige Regierung den Austrittsprozess stören wird. Da aber die Uhr bereits tickt, wird man wahrscheinlich den Prozess nicht verzögern und eher früher als später beginnen wollen. 

Wieso tritt bei Wahlen Volatilität auf?

Wie bei allen Events, deren  Ausgang schwierig einzuschätzen ist, laden auch Wahlen zu Trading-Spekulationen ein. Je ungewisser das Ergebnis, desto höher die Volatilität, die Sie beobachten können.

Und besonders diese Wahlen werden die Finanzmärkte ganz wesentlich beeinflusse, da sie die Richtung, in die die bevorstehenden Brexit-Verhandlungen gehen, entweder festigen oder umkehren werden. Und obwohl es erwartet wird, dass die Konservativen ein Mandat erhalten, dürften die jüngsten politischen Erschütterungen für höhere Volatilität am Markt vor der Bekanntgabe der Wahlergebnisse sorgen.

Wann hätten die nächsten Wahlen stattfinden sollen?

Die nächsten regulären Wahlen hätten im März 2020 angestanden.

Trotz der Versicherungen, dass frühere Wahlen nicht in Frage kommen, wurden die Allgemeinen Wahlen offensichtlich zu einer allzu verlockenden Option für May, deren Partei in den Umfragen seit einiger Zeit weit vorne liegt.

Warum hat May die Neuwahl ausgerufen?

Im April, als Theresa May die vorgezogenen Wahlen angekündigt hat, war der Vorsprung der Tories in den Umfragen beträchtlich und die Labour-Partei geriet ins Stocken. Ein Sieg hätte es May ermöglichen können, ihre eigene Position in den Augen der europäischen Staats- und Regierungschefs vor Beginn der Verhandlungen zu festigen und sich ein erweitertes Mandat  zu sichern, damit ihr ein Brexit-Deal dann leichter fällt.

Das Aufholen der Labour-Partei setze jedoch ihren Plänen einen Strich durch die Rechnung – die Wahlen endeten mit einem Hung Parliament, was weitere Unsicherheit bedeutet.  

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