Kurzfristiger Double Cross-Over

Wie wir bereits in der einen oder anderen Trading-Strategie beschrieben haben, nehmen gleitende Durchschnitte in Handelssystemen eine wichtige Rolle ein. Auch in diesem Ansatz werden wir Glättungslinien verwenden.

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Das Herzstück des Handelssystems sind die exponentiellen 8- und 13-Tage-Durchschnitte. Die Signalgenerierung ist relativ einfach. Kreuzt die kürzere Glättungslinie (EMA 8 Tage) den längeren Durchschnitt (EMA 13 Tage) von unten nach oben, wird eine Long-Position eingegangen. Umgekehrt gehen wir von fallenden Notierungen des Basiswertes aus und eröffnen eine Short-Position.

Bei der Berechnung des Kursziels greifen wir auf die Average True Range (ATR) zurück. Hierbei handelt es sich um die Schwankungsintensität, oder auch Volatilität des betreffenden Underlyings. Wir gehen von einem Chancen/Risiko-Verhältnis von 2:1 aus. Zum Hoch der Signalkerze wird die zweifache ATR dazu addiert. Den Stop Loss platzieren wir eine ATR unter dem Tief der entsprechenden Kerze.

Silber auf Stundenbasis

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Quelle: IG Handelsplattform

Im Stundenchart des Silberpreises sind drei Signale zu sehen. Bei den ersten beiden handelt es sich um Kaufsignale. Am 29. Juli schloss um 16 Uhr der kurze exponentielle 8-Tage-Durchschnitt oberhalb der längeren 13-Tage-Glättungslinie. Zur Eröffnung der darauffolgenden Kerze wurde eine Long-Position erworben. Zum Hoch der Signalkerze von 16.00 Uhr wurde die zweifache ATR (0,12x2) dazu addiert. Das charttechnische Kursziel von 20,55 USD wurde wenige Stunden später nicht nur erreicht, sondern übertroffen. Die entsprechende Position konnte dann zu 20,59 USD mit einem Gewinn von 0,31 USD geschlossen werden. Der Stop Loss betrug 20,04 USD. Hierbei hatten wir vom Tief bei 20,16 USD eine ATR (0,12 USD) subtrahiert. Der Verlust hätte somit 0,12 USD betragen. Das tatsächliche CRV hätte in diesem Beispiel annähernd 3:1 belaufen. Auch die beiden anderen Signale waren mit Erfolg gekrönt. Das Double Cross-over-Verfahren mit den beiden exponentiellen Durchschnitten eignet sich sehr gut für das Trading auf Intraday-Basis.

In trendlosen Marktphasen treten oft Fehlsignale auf. Mit Trendintensitätsindikatoren wie beispielsweise dem ADX oder Aaron kann die Performance des Trading-Ansatzes verbessert werden. Der wesentliche Vorteil ist die schnelle Gewinnrealisierung. Liegt jedoch eine starke und längere Trendphase vor, kann der exponentielle 8-Tage-Durchschnitt als variabler Stop Loss verwendet werden. Die Position wird erst dann geschlossen, wenn der Kurs des Basiswertes darunter schließt.

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Wissen

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