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Open-Range-Breakout-Strategie Teil II

In einem vorherigen Trading-Ansatz waren wir bereits auf die Open Range Breakout-Strategie, kurz ORB, eingegangen. Im Mittelpunkt stand das Trading der Handelseröffnung beim deutschen Leitindex DAX. Nun wollen wir die Anwendung der besagten Vorgehensweise auf den Forexmarkt ausweiten.

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Ausgangsbasis der ORB-Strategie

Beim Handel von Währungspaaren wird das Kursgeschehen zwischen 08.00 und 09.00 Uhr berücksichtigt. In dieser einen Stunde etabliert sich ein Kurskanal, der die Grundlage des Tradings darstellt. Eine Long-Position wird eröffnet, wenn die genannte Preisspanne nach oben verlassen wird. Unterhalb dieser Schiebezone erwartet der Trader fallende Notierungen.

Kursziel und Stop-Loss

Als charttechnisches Kursziel wählen wir die dreifache Trading-Range. Der Stop-Kurs wird bei einer Long-Position fünf Pips unter dem Tiefpunkt des Preiskanals platziert. Bei einer Short-Position entsprechend fünf Pips oberhalb des Verlaufshochs der Schiebezone. Somit wird ein optimales Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) von mindestens 2:1 gewährleistet.

GBP-USD mit einer Eröffnung einer Long-Position / Quelle: IG Handelsplattform

Open-Range-Breakout Strategie Teil II01

Im ersten Beispiel eröffnen wir eine Long-Position beim Währungspaar GBP-USD. Am 11. Mai 2015 bewegte sich das britische Pfund zwischen 08.00 und 09.00 Uhr in einem Preiskanal zwischen 1,5423 und 1,5393 USD. Diese Schiebezone wurde erst um 10:46 Uhr nach oben verlassen. Um 10:47 Uhr wurde im 1-Minuten-Chart eine Long-Position zu 1,5434 USD erworben. Als Kursziel hatten wir die dreifache Trading-Range gewählt. Das charttechnische Aufwärtspotenzial von 1,5559 USD wurde am Nachmittag um 15:02 Uhr erreicht. Eine Minute später konnte die besagte Position zu 1,5563 USD mit Gewinn (129 USD pro Mini-Kontrakt) geschlossen werden. Den Stop-Kurs haben wir fünf Pips unter dem Verlaufstief der Kursspanne bei 1,5388 USD platziert. Bei einem Unterschreiten des Stop-Kurses wäre ein Verlust von 0,0046 USD pro investierten GBP angefallen. Dies entspräche für einen gehandelten Mini-Kontrakt im genannten Währungspaar einem Verlust von 46 USD (40,94 EUR). Mit 3,2:1 lag hier ein mehr als optimales Chance-Risiko-Verhältnis vor.

EUR-GBP mit einer Eröffnung einer Short-Position / Quelle: IG Handelsplattform

Open-Range-Breakout Strategie Teil II02

In dem zweiten Beispiel wollen wir beim Euro gegenüber dem britischen Pfund auf fallende Notierungen setzen. Das Tief der Preisspanne bei 0,7230 USD wurde am 11. Mai 2015 um 10:53 Uhr unterschritten. Eine Minute darauf konnte zu 0,7229 USD eine Short-Position eröffnet werden. Das Kursziel betrug 0,7152 USD (dreifache Trading-Range). Um 16:50 Uhr wurde die erwähnte Position zu 0,7149 USD geschlossen. Der Gewinn betrug zu diesem Zeitpunkt 80 GBP bzw. 111,20 EUR. Der Stop-Kurs von 0,7262 USD (fünf Pips oberhalb des Verlaufshochs bei 0,7257 USD) brauchte nicht ins Geschehen eingreifen. Wenn die Short-Position ausgestoppt worden wäre, hätte der Anleger einen Verlust von 0,0033 GBP pro investierten Euro hinnehmen müssen. Unter dem Strich wäre ein Verlust von 33 GBP (45,87 EUR) zu verkraften gewesen. In diesem Beispiel betrug das CRV 2,3:1.

Fazit

Der beschriebene Trading-Ansatz ist relativ einfach umsetzbar. Einziger Nachteil der beschriebenen Strategie besteht darin, dass pro Tag lediglich ein Signal generiert wird.

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