Silber: Spielverderber gleitender Durchschnitt?

28.10.2013 – 13:30 Uhr: Wenngleich der gleitender Durchschnitt zu den ältesten Trendfolgeindikatoren gehört, zeigt die Glättungslinie sehr gut die grobe Marschrichtung eines Marktes, einer Währung oder eines Rohstoffpreises an.

Dies ist gut am Beispiel des Silberpreises zu sehen. Gerade in jüngster Vergangenheit hat die Durchschnittslinie als recht zuverlässige Unterstützung bzw. Widerstand fungiert.

Zuerst soll jedoch die charttechnische Verfassung des Edelmetalls analysiert werden. Der Silberpreis befindet sich April 2011 in einem bis zum heutigen Tag intakten Abwärtstrendkanal. Die Unterseite wurde letztmalig im Juni dieses Jahres getestet. Seitdem hat sich im Wochenchart ein kurzfristiger Aufwärtstrend etabliert. Die ehemalige Unterstützung bei 21,22/21,48 USD je Feinunze konnte zuletzt zurückerobert werden.

Nun aber zum gleitenden Durchschnitt. Infolge der letzten Gegenbewegung wurde im August die fallende Glättungslinie erreicht. Prompt scheiterte der Silberpreis an diesem Widerstand. Jegliche Versuche, den Trendfolgeindikator zu überwinden, waren vergebens. Aktuell läuft ein neuerlicher Angriff auf den Durchschnitt. Prallen die Notierungen davon nach unten ab, könnte es zu einem weiteren Test der genannten Unterstützung kommen. Diese wird durch den Aufwärtstrend bei aktuell 21,50 USD verstärkt.

Entwarnung kann erst oberhalb des Bereichs bei 25,00 USD gegeben werden. In diesem Fall wären eine waagerechte Widerstandslinie sowie ein Fibonacci-Retracement überwunden. Potenzial bestünde aus charttechnischer Sicht dann bis zur Oberseite des Abwärtstrendkanals bei aktuell 27,50 USD.

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