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Risikomanagement

Was bedeutet Risiko?

Natürlich liegt nicht jeder Anleger mit seiner subjektiven Markteinschätzung richtig. Läuft eine Position gegen den Trader, bewegen sich also die Kurse entgegen der Spekulationsrichtung des Investors, werden Verluste eingefahren. Letztere können einen Teil- oder auch den kompletten Verlust Ihrer Investition(en) bedeuten - im 'Worst Case Szenario' sogar mehr als das.

Jedoch lässt sich das Verlustpotential, also das Risiko, das der Anleger vor einem Handel in Kauf nimmt, von vorne herein bestimmen: es ergibt sich aus der individuell gesetzten Stop-Loss-Platzierung, sprich der Entfernung zwischen Stop und Eröffnungskurs der Marktposition multipliziert mit der gehandelten Stückzahl.

Marktrisiko

Das Marktrisiko repräsentiert die Verlustgefahr, die sich aus Schwankungen individueller Marktfaktoren ergeben kann. Diese Komponenten beeinflussen maßgeblich das Kursgeschehen - entweder zu Ihrem Vorteil, oder aber zu Ihrem Nachteil. Die wichtigsten Markt-Faktoren sind die folgenden:

  • Aktienkurse
  • Zinssätze
  • Wechselkurse
  • Rohstoffpreise

Diese vier sind die Schlüsselfaktoren, die den meisten Druck auf den Markt ausüben. Das Marktrisiko spiegelt sich in der Volatilität bzw. Schwankungsbreite eines Basiswertes wieder.


Liquiditätsrisiko

Ein Liquiditätsrisiko ergibt sich aus der Situation, ein Underlying nicht handeln zu können, ohne eine signifikanten Nachteil, entweder hinsichtlich
- der qualitativen Kursbewertung eines Basiswertes oder
- der quantitativen Portfolio-Positionierung,
in Kauf nehmen zu müssen.

In der Regel tritt dieses Problem in aufstrebenden oder Low-Volume-Märkten (Penny Stocks) auf, und entsteht auf zwei Weisen:

Risiko der MarktLiquidität 

Dies bezieht sich auf die Fähigkeit, einen Basiswert am Markt überhaupt handeln zu können. Der Markt gibt die Stücke einfach nicht her. Es gibt nicht ausreichend interessierte Marktteilnehmer. Der Markt ist nicht liquide. Dies ist z.B. allzu häufig bei "Penny Stocks" der Fall. Entsprechend hoch fällt in derartigen Märkten der Spread aus, da das gehandelte Volumen entsprechend gering ist. Wenn bspw. niemand kaufen will, hat der Aktionär auch nicht die Möglichkeit seine Stückzahl zu verkaufen bzw. muss zu einem schlechteren Preis verkaufen als gewünscht.

Wenn es dagegen viele aktive Marktaktuere gibt, schafft dies in der Regel gute Liquidität, da sich nahezu immer eine Mischung von Käufern und Verkäufern findet, die bereit sind zu handeln. Je liquider ein Markt ist, desto leichter ist es den betreffenden Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen. Das gehandelte Volumen ist hier hoch, die Spreads fallen entsprechend gering aus. Diese Marktbedingungen finden sich bei sog. "Blue Chips", die vor allem in den führenden Aktienindizes vertreten sind.

Die Liquidität eines Marktes sollte vor einer Positionierung also dringend begutachtet werden. 

Risiko der FinanzierungsLiquidität

Dies bezieht sich auf die Fähigkeit der Anleger, Ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können, sobald dies erforderlich ist. Das Finanzierungsliquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass eine Vertragspartei im Laufe eines gewissen Zeitraums nicht die Mittel zur Verfügung hat, um seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Finanzierungsliquidität gilt in den meisten Fällen in Märkten, wo Vermögenswerte in ambitionierten Volumina gehandelt werden, oder wo die Vermögenswerte selbst einen besonders hohen Wert besitzen (z. B. Immobilien- oder Wohnungsmärkten).

Auf Grund des Hebelhandels spielt die Finanzierungsliquidität beim CFD Handel eine wichtige Rolle. Das Depot-Kapital eines CFD-Accounts muss stets in der Lage sein, die erforderliche Margin für offene Handelspositionen auszugleichen. Ist dies nicht der Fall (Margin Call), muss von Kundenseite nachgeschossen oder die quantitative Positionierung reduziert werden (Positionsabbau). Letzteres übernimmt IG zum nächst-gehandelten Kurs, falls die Margin angegriffen wird und der CFD Anleger weder Nachschuss noch Positionsabbau betrieben hat.

Ein CFD-Depot sollte einen ausreichenden Kapital-Puffer besitzen, um auch gegenteilige Kursbewegungen abfedern zu können. Die Positionierung sollte der Depot-Kapitalisierung entsprechend angepasst werden. Vor diesem Hintergrund ist konsequentes Money-Management eine absolute Notwendigkeit. Zudem ist der Einsatz von Stop-Loss-Orders für den langfristigen Handelserfolg von fundamentaler Bedeutung.