Dax sackt ab - Schwache Vorgaben drücken deutschen Leitindex

19.08.2015 - 10:34 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt tendiert zur Wochenmitte weiter gen Süden.

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Quelle: Bloomberg

Erneute Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt sorgen auch hierzulande für zunehmende Verunsicherung. Entsprechend schwach fallen neben der Wallstreet auch die Vorgaben aus Asien aus, selbst wenn die Börse in Shanghai nach einem zwischenzeitlichen Abschlag von fünf Prozent noch hinter positiven Vorzeichen schließen konnte.

Der Dax sortiert sich nun unterhalb der gleitenden einfachen und exponentiell gewichteten 200-Tageslinien ein, was nicht nur technischen Analysten zusehends Sorgenfalten bereitet. Aus charttechnischer Perspektive droht das Bild nun zu kippen, während sich bei den großen Aktienindizes auf der anderen Seite des Atlantiks eine Topbildung abzeichnet. Als fundamentale Auslöser fungieren vor allem besagte Sorgen um Chinas konjunkturelle Entwicklung und die anstehende Leitzinswende in den Vereinigten Staaten.

Vor diesem Hintergrund hat die hiesige, sich der Hellas-Einigung angeschlossenen Erholungsrally bereits wieder sämtliche Kursgewinne abgeben müssen. Damit ist der Dax wieder an der Unterseite der seit Mai dominierenden Seitwärtsrange zwischen 10.800 und 11.800 Punkten angelangt. Positiv ist zu vermerken, dass damit aber auch die ehemals stark überkaufte Marktlage nun wieder zu einem guten Teil abgebaut werden konnte. Langfristig orientierte Investoren dürften angesichts des neuerlichen Rücksetzers bereits wieder attraktive Einstiegsniveaus wittern.

Am Mittwoch rücken vor allem die Abstimmung des Bundestags über das dritte Hellas-Hilfspaket, Inflationsdaten aus den USA sowie das Protokoll der US-Notenbanksitzung in den Blickpunkt. Während der parlamentarische Segen der deutschen Volksvertreter als sicher gilt, werden besagte US-Zahlen wieder mal auf Hinweise abgeklopft, ob die Federal Reserve bereits im September den Leitzins erhöhen könnte.

Zur Stunde weitet der Dax seine Verluste aus und notiert bei 10.750 Zählern 1,5 Prozent schwächer. Der Euro weist bei aktuell 1,1091 US-Dollar ein Plus von 0,3 Prozent aus. Die Feinunze Gold kann indes um 0,4 Prozent auf derzeit 1.122 US-Dollar zulegen. 

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