Im Rausch der Tiefe - Dax testet 11.000 Punkte-Marke

12.08.2015 - 10:50 Uhr: Auch zur Wochenmitte geht es ans Eingemachte.

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Quelle: Bloomberg

Der Ausverkauf vom Dienstag, der dem deutschen Leitindex bereits ein Minus von über 300 Punkte beschert hatte, findet im frühen Mittwochhandel seine Fortsetzung. Dunkelrote Vorgaben aus den USA und Fernost setzen das hiesige Börsenbarometer im frühen Handel unter extremen Druck. Bereits in der ersten Handelsstunde präsentiert der Dax denselben Abschlag und sackt kurzfristig unter die Marke von 11.000 Punkten. 

Als Auslöser fungiert nach wie vor die Zentralbank Chinas, die den zweiten Tag in Folge eine Abwertung des Yuan in Angriff nimmt. Ziel der Intervention ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Exporte. Letztere hatten zuletzt zusehends stagniert und sich damit auch negativ auf das konjunkturelle Wachstum im Reich der Mitte ausgewirkt.

Leidtragende dieser Währungsabwertung sind vor allem internationale Unternehmen, die ihren Absatz in China in den zurückliegenden Jahren deutlich steigern konnten und nun angesichts der Verteuerung ihrer Produkte mit Einbußen rechnen müssen. Von diesem Hintergrund ist die stark exportorientierte Wirtschaft Deutschlands im Besonderen betroffen, woraus wiederum die herben Verluste gerade des heimischen Aktienmarktes resultieren.

Charttechnisch kommt der Dax jetzt in die Bredouille. Nachdem der Leitindex innerhalb kürzester Zeit diverse Supportregionen überrannt hat, wird momentan eine gleich dreifache Supportbastion im Bereich von 11.000 Zählern getestet. Nur knapp unterhalb der vor allem psychologisch relevanten Marke finden sich per einfacher und exponentieller gleitender 200-Tageslinien zwei der vielbeachtesten Orientierungspunkte technischer Analysten. Sollte besagte hochsignifikante Unterstützungsregion nachhaltig gen Süden durchbrochen werden, ergäbe sich nochmal erhebliches Abschlagspotential.    

Zur Stunde kann der Dax diese Zone noch verteidigen und notiert bei 11.023 Punkten 2,4 Prozent leichter. Als weiterer Belastungsfaktor erweist sich die europäische Gemeinschaftswährung, die mittlerweile den sechsten Tag in Folge gegenüber dem Greenback zulegen kann. Momentan präsentiert der Euro bei 1,1131 US-Dollar einen Aufschlag von 0,8 Prozent. Das bereits von vielen abgeschriebene Gold arbeitet weiter an seinem Comeback und verteuert sich am späten Vormittag um 0,7 Prozent auf 1.117 US-Dollar pro Feinunze.

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