DAX: Sieben lange Tage

29.05.2015 – 15:30 Uhr: Auch am heutigen Handelstag halten sich die Investoren hierzulande zurück.

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Quelle: Bloomberg

Zu groß sind die Unsicherheiten hinsichtlich eines immer wahrscheinlich werdenden Austritts Griechenlands aus der Eurozone. Positive Impulse sind derzeit eher Mangelware. Folglich ist die Kurstafel auf dem Frankfurter Börsenparkett tiefrot.

Charttechnik

Die Kreuzunterstützung – bestehend aus dem Fibonacci-Retracement bei 11.695 Punkten und der exponentiellen 55-Tage-Durchschnittslinie bei 11.664 Zählern – konnte in der gestrigen Börsensitzung noch gerade so verteidigt werden. Zur Stunde sieht es jedoch nach einem Rutsch des DAX darunter aus. Die nächste Unterstützung ist im Tageschart bei 11.454/11.467 Punkten auszumachen.

Die letzte Chance für Athen

Im hellenischen Schuldendrama könnte bereits in Kürze der Vorhang fallen. Die Wahrscheinlichkeit eines Grexits ist zuletzt deutlich gestiegen. Bereits in der kommenden Woche muss Athen eine Kreditrate von rund 300 Mio. EUR an den IWF zurückzahlen. Im gesamten Monat werden 1,5 Mrd. EUR fällig. Und die Kassen sind weitgehend leer. Dem gegenüber warten etwa 7,2 Mrd. EUR an Hilfsgeldern auf eine Überweisung nach Griechenland. Allerdings nur dann, wenn die Regierung um Alexis Tsipras mit konkreten Reformplänen aufwarten kann. Und hier liegt das Problem. Konkrete Zusagen aus Athen blieben bislang aus. Die Geduld der ehemaligen Troika (Europäische Kommission, EZB und IWF) ist nun ausgereizt. In sieben Tagen muss Griechenland ein ausreichendes Reformpaket vorlegen. Ansonsten können die rettenden Milliarden nicht mehr rechtzeitig angewiesen werden. 

Konjunktur

Die heutigen Konjunkturdaten sind ebenfalls keine große Hilfe. Die US-amerikanische Wirtschaft ist zum Jahresauftakt geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging zwischen Januar und März um 0,7% zurück. Bisherige Schätzungen waren von einem leichten Plus ausgegangen. Allerdings hatten Marktteilnehmer mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Nun warten die Anleger auf den Einkaufsmanagerindex aus Chicago sowie die Verbraucherstimmung der Universität Michigan im späteren Tagesverlauf.

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