Dax startet schwächer - Flut an Konjunkturdaten steht an

21.05.2015 - 10:33 Uhr: Der deutsche Aktienindex befindet sich weiter in Lauerstellung. Nach dem jüngsten Ausbruch aus der Konsolidierungspanne zwischen 11.250 und 11.700 Punkten findet sich das Börsenbarometer am Donnerstag-Vormittag hinter roten Vorzeichen wieder.

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Quelle: Bloomberg

Wie bereits gestern gesehen, scheint auch der Dax auch heute der fulminanten Aufwärtsbewegung der ersten Wochenhälfte seinen Tribut zu zollen. Zudem belastet ein aktuell fester Euro die Performance. Die inverse Korrelation zwischen Europäischer Gemeinschaftswährung und heimischen Leitindex ist mittlerweile ja hinlänglich bekannt.

Zur Stunde scheint letzterer einen Re-Test der Oberseite besagter Seitwärtsrange anzuvisieren. Besagte Chartmarke dient nun als erstes Supportlevel im Falle weitergehender Abgaben. Das Momentum weist aber vielmehr gen Norden, wo die psychologisch prägnante Marke von 12.000 Treffern auch die nächstgelegene Widerstandsregion repräsentiert.

Wohin die zumindest zeitnahe Reise geht, dürfte heute von einer ganzen Flut an Wirtschaftsdaten maßgeblich beeinflusst werden. Neben einer Vielzahl von Einkaufsmanagern auf beiden Seiten des Atlantiks wartet vor allem die USA mit potentiellen Impulsgebern auf. In diesem Kontext stehen Konjunkturindikatoren wie der Philadelphia-Fed-Index für Mai, der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) für April, wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Häuserverkäufe sowie der Index der Frühindikatoren im Fokus.

Das am gestrigen Abend publizierte Fed-Protokoll hatte indes kaum signifikante Auswirkungen. Es weist zwar nicht wenig darauf hin, dass die erste US-Zinserhöhung erst im September stattfinden wird, das Thema ist aber nun schon so weit durchgekaut, dass es seine Relevanz für die Aktienmärkte so langsam verliert. Angesichts zuletzt schwach ausgefallener US-Konjunkturdaten dürfte die Leitzinswende nebst weiteren Erhöhungen wohl auch nur in homöopathischen Dosen erfolgen.

Zur Stunde notiert der deutsche Aktienindex bei 11.799 Punkten 0,4 Prozent leichter. Der Euro legt momentan 0,7 Prozent auf 1,1168 US-Dollar zu. Gold präsentiert bei aktuell 1.211 US-Dollar ein Plus von 0,2 Prozent je Feinunze.

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