DAX: Kursfahrstuhl bremst ab

30.04.2015 – 15:30 Uhr: Der Schreck von gestern dürfte noch vielen Anlegern in den Knochen stecken. Ausgelöst wurde der Kursfahrstuhl in die tieferen Etagen von einem Mix aus schwachen US-Konjunkturdaten, dem andauernden Schuldendrama in Griechenland sowie einigen enttäuschenden Quartalsberichten.

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Quelle: Bloomberg

Charttechnik

Zu Beginn der heutigen Handelssitzung ging es wie bereits am Vortag erst einmal weiter gen Süden. Allerdings scheint der Abgabedruck nachzulassen. Das Fibonacci-Retracement bei 11.400 Punkten wird zur Stunde heftig umkämpft. Ein Schlusskurs darüber wäre für die zuletzt arg bedrängten Bullen ein kleiner Teilerfolg. In Anbetracht der sehr starken Kurssteigerungen von Oktober 2014 bis April dieses Jahres hat der DAX bislang „nur“ 23,6% der Aufwärtsbewegung korrigiert. Eine Konsolidierung war längst überfällig. Der bis vor kurzem hohe Abstand zwischen den Notierungen des heimischen Börsenbarometers und der exponentiellen 200-Tage-Durchschnittslinie wurde mittlerweile auf unter 10% reduziert.

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Quelle: IG Handelsplattform

Konjunktur

Heute Nachmittag standen einige Konjunkturdaten aus den USA auf der Agenda bzw. werden noch veröffentlicht. In den Vereinigten Staaten greifen die Bürger nicht so tief in die Geldbörse wie erwartet. Die Konsumausgaben stiegen im März um 0,4%. Allgemein wurde mit einem Plus von 0,5% gerechnet. Leicht über den Schätzungen lagen die US-Arbeitskosten im ersten Quartal, die sich um 0,7% verbesserten. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen deutlich um 34 Tsd. auf nunmehr 262 Tsd. zurück. Experten waren von 290 Tsd. neuen Gesuchen auf staatliche Unterstützung ausgegangen.

Fed hält sich bedeckt

Wie bereits im Vorfeld der Fed-Sitzung erwartet, wurde der Leitzins unverändert belassen. Hinweise über den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung blieben aus. Viele Marktteilnehmer gehen derzeit davon aus, dass die US-Notenbank später als bislang geplant an der Zinsschraube drehen wird. Infolge der Wintermonate hat sich das Wachstum abgeschwächt. Sowohl die jüngsten Arbeitsmarktdaten als auch die Konsum- und Investitionsbereitschaft lässt zu wünschen übrig.

Zur Stunde erholt sich der DAX vom Schrecken des Vortages um legt um 0,6% auf 11.500 Punkte zu. Der EUR-USD konnte gestern die psychologische Widerstandsmarke bei 1,10 USD überwinden. Nach diesem Kraftakt hält die Gemeinschaftswährung momentan ein wenig inne. Deutlich abwärts geht es dagegen beim Goldpreis, der 1,5% an Wert verliert und wieder unter dem Bereich bei 1.200 USD notiert.

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