DAX im freien Fall

06.08.2014 – 15:15 Uhr: Die Anleger hierzulande scheinen sich schon fast an die derzeitige Situation gewöhnt zu haben. Auch heute geht es auf dem Frankfurter Börsenparkett gehörig gen Süden. 

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Quelle: Bloomberg

Wichtige charttechnische Unterstützungen werden ohne nennenswerten Widerstand überrannt. Positive Nachrichten, ob von der Konjunktur- oder Unternehmenseite, haben zurzeit nur eine geringe Haltbarkeit. Ein besser als erwarteter ISM-Einkaufsmanagerindex in den USA oder erfreuliche Quartalsberichte deutscher Konzerne verpufften innerhalb kürzester Zeit. Negative Nachrichten werden dagegen umso mehr berücksichtigt. Und an solchen mangelt es heute wahrhaftig nicht. Italien, die drittgrößte Volkswirtschaft in Europa, ist in die Rezession zurückgefallen. Und im erfolgsverwöhnten Deutschland sind die Industrieaufträge überraschend stark eingebrochen.

Die jüngsten Konjunkturdaten waren Wasser auf den Mühlen der Bären. Nach zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit negativen Wachstumsraten liegt nach der klassischen Definition eine Rezession vor. Italien befindet sich nun wieder in einer solchen. Überraschend war dagegen der Auftragsrückgang in der heimischen Industrie. Bestellungen für Produkte „Made in Germany“ waren im Vormonat um 3,2% rückläufig und verfehlten damit die allgemeinen Erwartungen.

In Anbetracht des genannten Füllhorns an schlechten Nachtrichten fällt der DAX in der heutigen Handelssitzung um mehr als 1% und nähert sich der markanten Unterstützungszone bei 9.070/9.027 Punkten. Ein weiteres Rückzugsgebiet der Bullen liegt bei 8.952/8.982 Zählern, welches letztmalig kurz vor dem Referendum auf der Halbinsel Krim im März dieses Jahres getestet wurde. Ebenfalls auf dem Rückzug ist der EUR-USD. Leicht zulegen kann dagegen der Goldpreis.

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