Dax mit bröckelndem Tagesgewinn – Spannung vor morgigem EZB-Zinsentscheid

02.04.2014 - 16:04 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt startete zunächst gut gelaunt in die Wochenmitte.

Bis zum Nachmittag vermochte der Dax seinen Aufschlag um bis zu 0,5 Prozent auszubauen. Dabei stützen neben Entspannungstendenzen rund um den Ukraine-Konflikt zwischen Ost und West auch die Hoffnung auf weitere geldpolitische Lockerungen seitens der Europäischen Zentralbank, deren Mitglieder sich am morgigen Donnerstag zu ihrer monatlichen Zinssenkung zusammenfinden.

In diesem Kontext gibt es durchaus Argumente für Mario Draghi, die Geldschleusen ein Stück weiter zu öffnen. Neben einer extrem geringen Teuerungsrate, Spanien rutschte im März sogar in die Deflation ab,  lastet ein nach wie vor auf hohem Niveau notierender Euro auf den Exporten der Europäischen Union. Zudem verläuft die Kreditvergabe in der alten Welt immer noch stockend.

Ob der EZB-Chef aber bereits jetzt sein komplettes zinspolitisches Pulver verschießt und den Leitzins auf bzw. nahe Null Prozent absenkt, darf eher bezweifelt werden. Ähnliches scheint sich auch der ein und andere Marktteilnehmer zu denken und wartet nun erst einmal ab. Angesichts der jüngsten Erleichterungsrallye infolge besagter Entspannung in Sachen Krim - sowie Notierungen, die nicht mehr allzu weit von den Allzeithochs entfernt sind, fehlen zum einen die Anschlusskäufe, während auf der anderen Seite die ersten Akteure Gewinne mitnehmen. In der Folge gibt der Dax seinen Tagesgewinn zu einem guten Teil wieder ab.

Leicht schwächer als erwartet ausgefallene  US-Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters ADP bargen derweil kaum richtungsweisendes Impulspotential. Letzteres gilt umso mehr für die geldpolitische Marschroute der EZB und den offiziellen, monatlichen US-Arbeitsmarktbericht, die in den kommenden beiden Tagen auf der Agenda stehen.

Zur Stunde gewinnt der Dax leichte 0,1 Prozent auf  9.616 Punkte. Der Euro gibt indessen 0,1 Prozent auf 1,3780 US-Dollar nach. Dagegen kann Gold, das zuletzt unter starkem Druck stand, wieder etwas Boden gut machen. Die Unze des glänzenden Edelmetalls verteuert sich momentan um 1,0 Prozent auf 1.292 US-Dollar.

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