DAX: Damoklesschwert Krim

11.03.2014 – 16:15 Uhr: Nach einem freundlichen Handelsstart zeigten sich die Marktteilnehmer wieder ängstlich. Die Kursgewinne schmolzen dahin, der DAX rutschte sogar in die Verlustzone. 

Wie in den Tagen zuvor war die Krise zwischen Russland und der Ukraine wieder das zentrale Thema auf dem Frankfurter Börsenparkett. Vor allem die für das kommende Wochenende geplante Volksabstimmung auf der Krim könnte die Spannungen verschärfen. Nichtsdestotrotz fassten sich die Anleger hierzulande im späten Handelsverlauf ein Herz und hievten den heimischen Leitindex über die Marke bei 9.300 Punkten. Damit entfernt sich der DAX weiter von der steigenden 200-Tage-Durchschnittslinie, welches ein positives Zeichen ist.

Zur Stunde drückt der DAX aufs Tempo und notiert mit 9.370 Punkten um über ein Prozent im positiven Terrain. Wenngleich in den zurückliegenden Handelstagen Konjunkturdaten kaum Beachtung fanden, fielen jüngste makroökonomische Zahlen positiv aus. Die deutschen Exporteure konnten sich im Januar über volle Auftragsbücher freuen. Aber auch die Nachfrage aus weiteren Staaten der Eurozone zog kräftig an. So verzeichnete beispielsweise Italien seit dem zweiten Quartal 2011 wieder ein Wachstum.

Infolge der eingangs erwähnten Krim-Krise flüchten viele Investoren in so genannte „sichere Häfen“. Ein Profiteur ist der Goldpreis, der in den vergangenen Tagen spürbar an Wert gewinnen konnte. Aber auch die Aktienmärkte in den USA sind gefragt. Krise Hin oder Her, die Wall Street zeigt sich von den politischen Ereignisse recht unbeeindruckt.

Zuletzt konnte auch die europäische Gemeinschaftswährung deutlich zulegen. Auf Intra-Day-Basis lugte der EUR-USD zeitweise über die Marke bei 1,39 USD, dem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Allerdings werden bereits jetzt Stimmen hinsichtlich einer zu starken Einheitswährung lauter. 

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