DAX: US-Arbeitsmarktdaten verschrecken Anleger

04.12.2013 – 16:58 Uhr: Am gestrigen Handelstag ging es auf dem Frankfurter Börsenparkett spürbar abwärts. Nach einer wochenlangen Kletterpartie der erste deutliche Kursrückgang. 

Die Bären sollten auch heute weiter jubeln. Besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten setzten den DAX gehörig unter Druck.

Nach den jüngsten Zahlen des Dienstleisters ADP wurden im November in den USA 215 Tsd. neue Arbeitsstellen im privaten Sektor geschaffen. Allgemein wurde eine Steigerung von 173 Tsd. prognostiziert. Prompt kamen nun Befürchtungen auf, die US-Notenbank Fed könnte die ultralockere Geldpolitik schneller als erwartet drosseln. Aber auch Konjunkturdaten aus der Eurozone trübten an den Finanzmärkten die vorweihnachtliche Stimmung ein. Laut des europäischen Statistikamtes Eurostat verläuft die wirtschaftliche Erholung auf dem alten Kontinent im dritten Quartal zäher als gedacht.

Den Handelsplätzen könnte weiteres Ungemach drohen. Am heutigen Abend schauen viele Marktteilnehmer auf die Veröffentlichung des Beige Books der US-Währungshüter. Eine optimistische Einschätzung der US-Wirtschaft wäre für die Investoren ein weiterer möglicher Grund, ihre Aktien zu verkaufen. Am morgigen Handelstag steht mit der Sitzung der europäischen Zentralbank EZB ein weiterer möglicher Impulsgeber auf der Agenda. Allerdings wird nicht mit einer weiteren Zinssenkung gerechnet.

Zur Stunde kämpft der DAX mit der Unterstützung bei 9.220 Punkten. Hierbei handelt es sich auf Tagesbasis um die untere Trendkanallinie des kurzfristigen Trendkanals. Ein signifikanter Bruch nach unten würde erst bei einem Schlussstand von 9.140 Punkten vorliegen.Weiteres Korrekturpotenzial bestünde dann bis in den Bereich bei 9.026/9.070 Zählern. Ebenfalls unter Druck steht der EUR-USD. Minimal zulegen kann zur Stunde der Goldpreis. Das Edelmetall bleibt vorerst aber technisch ziemlich angeschlagen. 

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