DAX: Kursschock am Mittwoch

30.04.2015 – 10:00 Uhr: Schwache Konjunkturdaten aus den USA waren den Anlegern in der gestrigen Handelssitzung auf den Magen geschlagen.

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Quelle: Bloomberg

Diese drückten fast schon panikartig auf den Verkaufsknopf und lösten auf dem Frankfurter Börsenparkett eine Kurslawine aus.

Es dürfte nicht überraschen, dass bei der kurzfristigen Betrachtung des DAX einige Unterstützungen überrannt wurden. Aus diesem Grund schauen wir uns den Schaden des Kursschrecks vom Mittwoch im Wochen- und Monatschart an.

Die Auswirkungen des gestrigen Börsentages halten sich Wochenchart noch in Grenzen. Ausgehend von der letzten markanten Aufwärtsbewegung von Mitte Oktober 2014 bis Mitte April dieses Jahres liegt auf dieser Zeitebene bei 11.440 Punkten das 23,6%-Fibonacci-Retracement. Um diese Preisregion streiten sich nun Bullen und Bären. Wenngleich die jüngsten Kursverluste wahrhaftig nicht erfreulich sind, handelt es sich zurzeit um eine normale Konsolidierung innerhalb eines intakten Aufwärtstrends. Dieser verläuft aktuell bei 11.250 Zählern. Darunter müsste mit einem Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke bei 11.000 Punkten gerechnet werden. Allerdings besteht kein Grund zur Panik. Gelingt die Verteidigung der Fibonacci-Unterstützung – im Tageschart liegt bei 11.454/11.457 Zählern eine waagerechte Trendlinie – könnten einige bislang nicht investierte Anleger zurückkehren und sich mit deutschen Aktien eindecken.

DAX auf Wochenbasis

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Quelle: IG Handelsplattform

Im Langfristchart auf Monatsbasis, dem so genannten Big Picture, nähert sich der DAX der aus dem Jahr 2011 stammenden Aufwärtstrendlinie bei aktuell 11.390 Punkten. Wichtig für die weitere Entwicklung des heimischen Börsenbarometers ist der Schlusskurs am heutigen Donnerstag. Dann steht fest, ob die genannten Unterstützungen auf Wochen- und Monatsbasis verteidigt werden konnten.

Für den Fall, dass die genannten Bastionen von den Bären eingenommen werden, haben die Bullen noch zwei Asse im Ärmel. Auf den beiden Zeitebenen liegt im Bereich bei 10.850/10.867 Zählern das 38,2%-Fibonacci-Retracement. Des Weiteren leistet der gleitende exponentielle Durchschnitt (40-Wochen-Durchschnitt bzw. 8 Monats-Glättungslinie) dem DAX Schützenhilfe.

DAX auf Monatsbasis

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Quelle: IG Handelsplattform

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