DAX: Luft holen vor dem Schlussspurt

02.12.2014 – 10:30 Uhr: Das Börsenjahr 2014 neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Zeit, um einen kurzen Blick auf das bisherige Kursgeschehen auf dem Frankfurter Handelsparkett zu werfen.

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Quelle: Bloomberg

Die Performance kann sich trotz geopolitischer Krisen und Sorgen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa und den USA sehen lassen. Zeitweise war der DAX charttechnisch angeschlagen. Zuletzt konnte das heimische Börsenbarometer jedoch den Kopf aus der Schlinge ziehen.

In dieser Analyse schauen wir uns den Langfristchart auf Monatsbasis an, das so genannte „Big Picture“. Auf dieser Zeitebene sticht vor allem die Seitwärtsphase ins Auge, die nach oben durch die waagerechte Trendlinie bei rund 9.800 Punkten begrenzt und im November signifikant überwunden wurde. Der kurzfristige und nicht nachhaltige „Fluchtversuch“ aus der Schiebezone im Oktober kann als Ausrutscher bezeichnet werden. Vielmehr nutzten einige Marktakteure dieses Kursniveau zum Einstieg. Nun steht dem Glück der Anleger nur noch die psychologische Marke bei 10.000 Zählern im Weg. Bislang zeigt der DAX vor dieser Preiszone Respekt. Bullen und Bären streiten sich im Augenblick um diese Chartmarke.

Der deutsche Leitindex könnte Schützenhilfe von der Saisonalität erhalten. Der Zeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember gilt statistisch betrachtet als äußerst starke Marktphase. In den vergangenen zehn Jahren konnte der DAX in neun Fällen im Schlussquartal mitunter deutlich zulegen. Vor allem von Mitte Dezember bis Anfang Januar des Folgejahres greifen die Marktteilnehmer bei den heimischen Aktien gerne zu.

Ein nachhaltiger Sprung über die Marke bei 10.000 Punkten auf Schlusskursbasis käme einer Initialzündung gleich. Das im Juli dieses Jahres markierte Rekordhoch bei 10.050 Zählern wäre lediglich eine Randnotiz auf dem weiteren Weg gen Norden. Vielmehr könnte es in Richtung der aus dem Jahr 2011 stammenden und unterschrittenen Aufwärtstrendlinie bei momentan 10.600 Punkten gehen. Darüber hinaus wäre die nächste „runde“ Zahl bei 11.000 Zählern ein durchaus realistisches charttechnisches Kursziel.  

DAX auf Monatsbasis

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Quelle: IG Handelsplattform

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