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Charttechnik DAX: Bullen geben nicht auf

22.09.2014 – 11:30 Uhr: In den vergangenen Wochen hat sich einiges auf dem Frankfurter Börsenparkett getan. 

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Quelle: Bloomberg

Und dies zugunsten der Bullen. Nach dem Kursdesaster Anfang August konnte der deutsche Leitindex deutlich Boden gut machen. Zuletzt wurde sogar der Versuch gestartet, in den mittelfristigen Aufwärtstrendkanal zurückzukehren. 

Glättungslinie zurückerobert

Anfang August sah es wahrhaftig nicht zum Besten aus. Einige wichtige Unterstützungen mussten den Bären überlassen werden. Die Gefahr einer Trendwende war nicht unerheblich. Allerdings konnten sich die Bullen auf die Unterstützungszone bei 8.952/8.982 Punkten verlassen, die erneut erfolgreich getestet wurde. Von dieser Chartmarke konnte sich der DAX im weiteren Verlauf nach oben entfernen. Und plötzlich wendete sich das Blatt. Die waagerechten Trendlinien bei 9.425 Zählern sowie bei 9.631/9.647 Punkten wurden wieder überwunden. Weitaus wichtiger war der Sprung über die gewichtete 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 9.602 Zählern. Damit konnte die mittelfristige Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen werden. Aber trotz der zuletzt sehr erfreulichen Performance ist der DAX noch nicht ganz aus dem Schneider. Am letzten Handelstag der Vorwoche lugten die heimischen Blue Chips kurzzeitig über die obere Begrenzung der Seitwärtsphase bei 9.794/9.795 Punkten. Zudem wurde die ehemalige untere Trendkanallinie bei momentan 9.890 Zählern erreicht. Erst oberhalb dieser Widerstände könnten die Bullen wieder zur Normalität zurückkehren. 

DAX auf Tagesbasis

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Quelle: Bloomberg

Widerstände voraus

Auch auf Wochenbasis hat sich die Lage in der vergangenen Woche spürbar entspannt. Nach der Verteidigung der unteren Begrenzung bei 8.952/8.982 Punkten im Wochenchart konnte auch auf dieser Zeitebene die ehemalige Unterstützung bei 9.425 Zählern zurückgewonnen werden. Wie auf Tagesbasis, stehen die horizontale Trendlinie bei rund 9.800 Punkten sowie die untere Trendkanallinie bei aktuell 10.040 Zählern dem Glück der Anleger noch im Weg. Kurz darüber liegt das Anfang Juli markierte Jahreshoch bei 10.050 Punkten. Auch das Handelssystem im Mittelfristchart, bestehend aus den Bollinger Bändern mit den Einstellungen 40 Wochen und der einfachen Standardabweichung, konnte noch kein neues Einstiegssignal generieren. Ein Kaufsignal liegt vor, wenn die Notierungen des DAX am Ende einer Woche oberhalb des oberen Bandes schließen. Unterhalb des unteren Bandes müsste die Position geschlossen werden. Das im Juli entstandene Ausstiegssignal hat bislang noch Bestand. Gelingt die Rückkehr in den Trendkanal, wäre unter mittelfristigen Gesichtspunkten die psychologisch wichtige Marke bei 11.000 Punkten das Ziel. 

DAX Auf Wochenbasis

DEM-Daxwochenchart22092014
Quelle: IG Handelsplattform

MACD & Co. machen Mut

Die Kursturbulenzen im August hatten sich auch bei unserem Indikatoren-Mix auf Monatsbasis bemerkbar gemacht. Ende August wiesen nur noch der Relative Stärke-Index (RSI) und Williams %R intakte Kaufsignale auf. Der MACD befand sich zu diesem Zeitpunkt im neutralen Terrain und das Momentan hatte sogar ein Verkaufssignal generiert. Für eine neue Hausse sollten sich mindestens drei der genannten Indikatoren im positiven Terrain aufhalten. Grundvoraussetzung dafür wäre beim MACD und Momentan ein Monatsschlusskurs oberhalb der Nulllinie und beim RSI und Williams %R Notierungen oberhalb der Marke bei 50. Unter dem Strich lag eine Pattsituation vor. Allerdings noch kein Ausstiegssignal. Erst wenn nur noch ein bzw. kein Indikator über ein gültiges Kaufsignal verfügt, wäre die Hausse beendet. Zurzeit weisen wieder alle vier der genannten Indikatoren Einstiegssignale auf. Ist dies auch am Ende dieses Monats der Fall, könnten sich die heimischen Anleger auf weiter steigende Notierungen freuen. In dem hier erwähnten Handelssystem steht die technische Ampel seit Februar 2012 auf Grün. 

DAX auf Monatsbasis

DEM_Daxmonatschart22092014
Quelle: IG Handelsplattform

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