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DAX: Aufwärtstrend ernsthaft in Gefahr

16.04.2014 – 14:30 Uhr: Die mitunter heftigen Kursverluste seit Anfang April dieses Jahres haben im Chartbild des deutschen Leitindex mittlerweile Spuren hinterlassen.

Der mittelfristige Aufwärtstrend steht unter Dauerbeschuss seitens der Bären. Doch die Bullen geben bislang noch nicht auf.

Leitbörse kurzfristig angeschlagen

Die Krise in der Ukraine, zuerst auf der Halbinsel Krim und derzeit in der Ostukraine, haben den DAX arg zugesetzt. Einige Unterstützungen, wie die horizontale Trendlinie bei 9.425/9.426 Punkten und die untere Trendkanallinie bei 9.330 Punkten, wurden unterschritten. Auch die Fibonacci-Retracements bei 9.411 und 9.315 Zählern konnten die Talfahrt nicht aufhalten. Zudem liegt das heimische Börsenbarometer unter dem steigenden gewichteten 200-Tage-Durchschnitt bei 9.346 Punkten. Zurzeit scheint die Abwärtsbewegung ein wenig an Schwung zu verlieren. Das Fibonacci-Level bei 9.220 Zählern konnte in den vergangenen Handelstagen den Bären Einhalt gebieten.

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Abb.: DAX-Wochenchart / Quelle: IG Handelsplattform

Durchschnittslinie muss es richten

Auch das mittelfristige Chartbild hat einige Kratzer. Anfang März konnte der Bruch der unteren Trendkanallinie nach unten gerade noch verhindert werden. Aktuell streiten sich Angebot und Nachfrage erneut um die genannte Trendlinie, die momentan bei 9.310 Punkten liegt. Zudem tobt der Kampf um die steigende gewichtete 40-Wochen-Durchschnittslinie bei derzeit 9.270 Zählern. Die Glättungslinie hat sich bereits in jüngster Vergangenheit als zuverlässige Unterstützung herausgestellt. In dem Zeitraum von Juli 2012 bis März dieses Jahres konnte der besagte Trendfolgeindikator den DAX immer gen Norden ziehen. Auch diesmal könnten die Bullen Schützenhilfe von der Glättungslinie erhalten. Oberhalb der waagerechten Begrenzungslinie bei 9.425/9.426 Punkten würde sich die Situation auf allen Zeitebenen aufhellen. Ein Rutsch unter die untere Trendkanallinie wäre zwar nicht wünschenswert, ein neues und nachhaltiges Verkaufssignal würde jedoch erst unterhalb der unteren Begrenzung der übergeordneten Schiebezone bei 8.952/8.982 Punkten vorliegen. Die Seitwärtsbewegung wird nach oben durch die Ende Januar markierten Verlaufshochs bei 9.792/9.795 Punkten begrenzt. Diese Höchststände sind zurzeit in weiter Ferne gerückt.

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