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Wie man CFDs handelt

Handeln mit Hebel

Die Hebelwirkung ist ein Schlüsselvorteil des CFD-Handels, muss aber völlig verstanden werden, um potentielle Fallgruben zu vermeiden. Um dies zu illustrieren, gehen wir ein detailliertes Beispiel durch, wie der Hebel beim CFD-Handel verwendet wird.

Sagen wir, dass die HSBC-Aktien derzeit für 616,1p gehandelt werden, und Sie möchten 1000 Aktien kaufen. Wenn Sie von einem Makler kaufen - ohne Kommission - benötigen Sie 1000 x 616,1p = £6161 an Kapital.

Wenn Sie 1000 HSBC-Aktien als CFD kaufen, werden Sie imstande sein, die Hebelwirkung zu nutzen und nur einen Bruchteil des vollen Werts als Ersteinlage einzusetzen. Für Aktien wie HSBC kann der Marginsatz über 5% betragen. Also, um 1000 Aktien als CFD zu erwerben, würden Sie lediglich 1000 X 616,1p X 0,05 = £308,05 an Kapital aufwenden müssen.

Sie können deutlich sehen, wie die Verwendung der Hebelwirkung signifikant Ihren Kapitaleinsatz reduziert (£308,05 anstatt £6161).

Trotzdem, beide Geschäfte bieten Ihnen das gleiche Marktumfeld - wenn der Aktienkurs von HSBC nach oben oder nach unten geht, ist Ihr Gewinn oder Verlust genau derselbe, unabhängig davon, ob Sie die Aktien physisch oder einfach als CFD gekauft haben.

Unterstellen wir nun, dass der HSBC-Aktienkurs auf 582,5p fällt und Sie beschließen, Ihre Verluste zu begrenzen und Ihre Position abzustoßen. Wenn Sie die 1000 Aktien physisch erworben hatten, würden Sie diese für 582,5p verkaufen und 1000 x 582,5p = £5825 zurückbekommen. Dies würde einen Verlust von £6161 - £5825 = £336 bedeuten.

Wenn Sie 1000 Aktien als CFD gekauft hatten, berechnet sich Ihr Verlust aus der Differenz zwischen dem Eröffnungs- und Schlusskurs der Aktien, multipliziert mit der Anzahl der von Ihnen erworbenen Kontrakte. In diesem Fall, HBSC fällt von 616,1p auf 582,5p, was einen Verlust von ebenfalls 33,6p pro Aktie bedeutet. 1000 x 33,6p = £336.

Der Gesamtverlust ist derselbe in beiden Fällen, obwohl die gehebelte CFD-Position Ihre ursprüngliche Sicherheitshinterlegung bzw. Margin um eine Vielfaches (=Hebel) überstiegen wird. Sie sehen also, dass es wichtig ist, den vollen Wert Ihrer Position begriffen zu haben, anstatt nur die von Ihnen hinterlegte Margin.

Margin-Anforderungen

Um eine Position mit IG Markets zu eröffnen, müssen Sie nur einen Bruchteil des vollständigen Kontraktwerts an Kapital aufbringen bzw. als Sicherheit hinterlegen. Diese zu hinterlegende Sicherheit wird wird als 'Margin' bezeichnet.

Margin-Anforderungen:

  • Aktien: mehr als 7000 Aktien ab nur 5% (einschließlich großer Unternehmen (sog. Blue Chips), wie Vodafone und BP)
  • Forex: ab nur 0,5% des vollen Kontraktwerte.
  • Indizes: bspw 30 EUR auf Deutschland30,

Risikohinweis: CFDs sind gehebelte Produkte und können zu Verlusten führen, die Ihre ursprüngliche Einlage übersteigen.

Margin mit garantierten Stops

Wenn Sie einen garantierten Stop platzieren, entspricht die zu leistende Margin dem höheren dieser beiden Beträge: Dem Gesamtrisiko der Position oder der herkömmlichen Marginanforderung ohne garantierten Stop. Das Gesamtrisiko errechnet sich aus der Positionsgröße pro Einheiten Bewegung multipliziert mit dem Abstand zwischen dem Stop Level und dem Eröffnugskurs zzgl. der garantierten Stop Prämie, falls der Stop ausgelöst wird. Die herkömmliche Marginanforderung errechnet sich aus der Wert pro Kontrakt x Kontraktanzahl x Marktpreis x Margin Prozentsatz.

Nehmen Sie an, dass unsere Notierung für den Deutschland 30 12500/12501 beträgt und Sie einen Kontrakt mit einem garantierten Stop kaufen möchten.

Ein Kontrakt auf den Deutschland 30 Kassa entspricht einem Wert von €25 pro Punktbewegung im Markt. Sie öffnen daher Ihren Handel bei 12501 und setzen Ihren garantierten Stop zum Beispiel 20 Punkte entfernt, auf 12481 (12501 - 20).

Ihr maximaler Verlust aus dem Trade beträgt 25€ x 20= 500€, da Sie einen garantierten Stop platziert haben. Die Stop-Prämie (bei Ausführung) beläuft sich auf 1,5 Punkte (1,5 x 25€ = 37,50 €), was einem Gesamtrisiko von 537,50 € entspricht. Die Eröffnungsmargin für den Deutschland 30 ohne einen garantierten Stop wäre: Kurs (12501) x Wert eines Kontrakts (€25) x Kontraktanzahl (1) x Margin (0.5%) = 1.562,62 €.

Ihre Marginanforderung wäre daher 1.562,62 €, was dem höheren der beiden Werte entspricht.

Marginraten und Slippage Faktoren können je nach geltendem Recht in dem Land, über das Ihr Handelskonto läuft, variieren.

Margin mit nicht-garantierten Stops

Da ein nicht-garantierter Stop Abweichungen unterliegen kann, fällt hier die Marginanforderung größer aus, als für eine mit einem garantierten Stop eröffnete Position.

Die Marginanforderung für eine Position mit einem nicht-garantierten Stop berücksichtigt 2 Faktoren:

Risiko-Einzahlung: Risiko pro Punktbewegung x Stop-Abstand

Slippage-Einzahlung: Slippage Faktor x normale Anfangsmargin

Die normale Anfangsmarge ist die Margin, die in dem Kontrakt benötigt wäre, wenn kein Stop platziert wird. Der Slippage Faktor ist ein Prozentsatz, der individuell auf verschiedene Märkte angewandt wird und liegt normalerweise zwischen 30% und 60%.

Aufschläge und Slippage Faktoren können, abhängig von der gesetzlichen Regelungen des Landes, in dem Sie das Konto führen, variieren.

Nicht-garantiertes Stop Beispiel

Sie kaufen einen Kontrakt des Deutschland 30 zum Kurs von 12800. Die Margin für den Deutschland 30 ist 0,5%. Die Eröffnungsmargin ohne Stop wäre €1600.

Kurs (12800) x Wert eines Kontrakts (€25) x Kontraktanzahl (1) x Margin (0.5%) = €1600

Sie möchten jedoch einen nicht-garantierten Stop 10 Punkte entfernt platzieren, der Ihre Margin-Anforderung in der Folge reduzieren wird.

Um die neue Margin-Anforderung zu berechnen, kalkulieren wir nun zuerst das Verlust Risiko der Stop Distanz.

Stop Kurs Punkte (10) x Wert eines Kontrakts (€25) x Kontraktanzahl (1) = €250

Dann wird der Slippage Faktor angewendet.

Slippage Faktor für den Deutschland 30 ist 50%. Dieser wird auf der Eröffnungsmargin angewendet.

Eröffnungsmargin (€1600) x Slippage Faktor (50%) = €800

Damit berechnet sich die gesamte Marginanforderung wie folgt:

Verlust Risiko der Stop Distanz (€250) + Slippage Risiko Margin (€800) = €1050

Im Vergleich zu den €1600, die Sie ohne die Platzierung eines nicht-garantierten Stops hätten aufwenden müssen, können Sie via Stop-Plazierung kapital-effizienter handeln.