EUR-USD vor EZB-Entscheidung wie eingefroren

05.06.2014 – 13:00 Uhr: Die Marktteilnehmer an den Devisenmärkten können die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am heutigen Handelstag kaum abwarten.

Desmazes/AFP/Getty Images

Im Vorfeld der EZB-Sitzung scheinen die Notierungen des EUR-USD wie eingefroren. Charttechnisch angeschlagen ist das Währungspaar seit Ende Mai. Einen entscheidenden Impuls könnte Mario Draghi, Chef der EZB, am frühen Nachmittag geben.

Je nachdem für welche Pfeile sich die EZB aus dem geldpolitischen Köcher entscheidet, könnte sich die Abwärtsbewegung beschleunigen. In diesem Fall müsste mit einem Test des Fibonacci-Retracements bei 1,3538 USD gerechnet werden. Im Bereich bei 1,3453/1,3440 USD liegt im Tageschart eine wichtige Kreuzunterstützung.

Der EUR-USD musste in den vergangenen Wochen zwei wichtige Unterstützungen den Bären überlassen. Als erstes rutschte die Gemeinschaftswährung unter den bis dato steigenden 200-Tage-Durchschnitt. Anschließend wurde die horizontale Trendlinie bei 1,3705 USD überrannt.

Gerade die genannte Glättungslinie könnte noch Schlimmeres verhindern. Zwar liegen die Notierungen im Augenblick darunter, das Währungspaar ist zurzeit jedoch überverkauft. Der Relative Stärke-Index (RSI) mit der modifizierten Einstellung 21-Handelstage (Überverkauft-Bereich bei 40; Überkauft-Bereich bei 80) signalisiert eine Übertreibung nach unten. Im November 2013 und Februar dieses Jahres konnte der Oszillator aus einer überverkauften Zone heraus eine Gegenbewegung starten. Infolgedessen wurde die gewichtete 200-Tage-Durchschnittslinie zurückerobert. Allerdings wird es für den EUR-USD brenzlig, wenn die Glättungslinie nachhaltig nach unten dreht.

Kommt es zu einer Gegenbewegung wäre die ehemalige mittelfristige Abwärtstrendlinie bei aktuell 1,3644 USD das erste Ziel. Anschließend stellt sich die erwähnte einstige Unterstützung bei 1,3705 USD den Eurooptimisten in den Weg. 

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Abb.: EUR-USD-Tageschart / Quelle: IG Handelsplattform

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